ZoomInfo: Nettes Spielzeug zur Personen- und Firmensuche oder neue Gefahr?

ZoomInfo: Nettes Spielzeug zur Personen- und Firmensuche oder neue Gefahr?

Und wieder eine interessante Web 2.0-Anwendung im Beta-Stadium. Für alle, die gerne nach ihrem eigenen Namen googeln, gibt es ein neues Spielzeug: ZoomInfo.

In der Beschreibung heißt es: "ZoomInfo is a unique summarization search engine that finds, understands and saves useful information about people on the Web. The patented search technology continually scans millions of corporate Web sites, press releases, electronic news services, SEC filings and other online sources. Then, it intelligently compiles a concise summary about a specific individual or company. ZoomInfo is one of the most sophisticated automatic content generation systems in the world. Every piece of ZoomInfo data is extracted and compiled by computer, with no human intervention. Company engineers built ZoomInfo by combining proprietary Natural Language Extraction, Artificial Intelligence Algorithms and Information Integration logic."

Knapp 30 Mio. Menschen und 2,5 Mio. Firmen hat die Suchmaschine schon erfasst. Wobei das englischsprachige Web dabei eindeutig im Vordergrund steht, die Suche nach Personen und Unternehmen in Deutschland hat doch noch einige Lücken. Aber das wird schon werden. Wer es nicht abwarten kann, von dem Crawler eingescannt zu werden, kann sich auch selbst eintragen.

Sogar ein Geschäftsmodell scheint hinter dem Ganzen zu stecken: Denn nur die Basisfunktionen sind kostenfrei, wer sich z.B. sämtliche erfassten Mitarbeiter einer Firma anschauen oder die "PowerSearch"-Funktion nutzen will, muss den Dienst in einer Premium-Variante abonnieren.

Für Personalchefs ist ZoomInfo sicher ein ideales Werkzeug. Aber natürlich stellt sich hier die Frage nach den "dunklen Seiten des Web 2.0", die Harald Taglinger in einem Telepolis-Artikel beleuchtet (PR-Blogger Klaus Eck hat dazu schon was gesagt). Denn je mehr soziale Informationen wir über uns im Netz verbreiten, desto angreifbarer werden wir. Und keiner weiß genau, was mit den Daten geschieht.


Posted on Freitag, April 7th, 2006 at 16:29 and is filed under Web 2.0. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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