Wirres bei Telepolis

Wieder mal Selbstreferentielles – schließlich ist Wochenende, und da wird gerne über das Bloggen geschrieben. Diesmal bei Telepolis, dem Online-Magazin aus dem Heise-Verlag (der sich auch mit Werbung re-finanziert!).
alexa Weyrauch-Pung beschäftigt sich mit den "mittlerweile unendlichen Weiten der deutschen Blogger-Welt" und teilt uns mit: "Im Deutschland der Blogger gibt es alles. Journalisten bloggen, Politiker und Konzernchefs bloggen oder lassen bloggen. Ganze Firmen bloggen via Pressestelle oder kaufen sich ein paar Blogger oder lassen ganz einfach ihre Mitarbeiter bloggen. Diverse Dons und Verwirrte bloggen, aber auch Frauen, Katzen, Hunde usw. Es gibt auch kein Thema, über das nicht gebloggt wird. Vorzugsweise, besonders gerne, über sich selbst, aber auch über Journalisten, Politiker und Konzernchefs, Firmen und ihre Mitarbeiter, gekaufte Blogger und z. B. Automarken, diverse Dons und Verwirrte, Frauen, Katzen oder Hunde, usw. Erlaubt ist übrigens nahezu alles, außer "der blog" zu sagen."
Was sie uns mit dieser Abhandlung sagen will, bleibt im Dunkeln. Vielleicht einen Hinweis darauf geben, dass sich mit Bloggen Geld verdienen lässt?
"Tatsächlich gibt es viele Möglichkeiten, mit Blogs auch Geld zu verdienen: Man kann sich dafür bezahlen lassen, Produkte in seinen Blogs anzupreisen, ohne es als Werbung kenntlich zu machen. Man kann sich auch dafür bezahlen lassen, Produkte in seinen Blogs anzupreisen und es kennzeichnen. Man kann für Firmen bloggen oder Firmenblogs betreiben. Man kann sich dafür bezahlen lassen, anonym für Andere zu bloggen, z.B. für Politiker, Konzernchefs oder… Man kann sich auch sponsern lassen und natürlich kann man auch Werbung auf seine Seite stellen (beides macht ohnehin kaum einen Unterschied, wenn man z.B. das Logo seines Sponsors mit Link gut sichtbar auf seiner Website unterbringt, schon gar nicht, wenn es sich um einen kommerziellen Sponsor handelt)."
Das Ganze ist ziemlich wirr. "Der Artikel liest sich, als hätte ein 10./11. Klässler von seiner spiessigen Deutschlehrerin die Aufgabe bekommen einen netten kleinen Aufsatz zum Thema blog zu schreiben", steht in einem Kommentar dazu. Das trifft es ganz gut.
"Das alles ist dann irgendwie ein bißchen wie … Fernsehen. Und: Toll! Jetzt auch mit Werbepause… Oder man kann es auch lassen. Ich z.B. gehe jetzt raus, in die Sonne, ein gutes Buch lesen und mich mit ein paar Freunden treffen. Euch dann noch viel Spaß beim Bloggen", schreibt Alexa Weyrauch-Pung. Das sei ihr gegönnt, den Spaß werden wir haben. Zum Beispiel bei der neuen Seifenoper aus Blogdorf.