Wie weit runter?

Wie weit runter kann ein CIO oder ein Mensch auf einer entsprechenden Position im Unternehmen gehen? Wie weit runter an die basis, an die Stelle an der sich seine Arbeit bewährt oder eben nicht.
In allen Jahren in denen ich im IT-Bereich tätig bin, habe ich zwei Grundcharaktere und deren Variationen immer wieder kennen gelernt: die sich ohne Schraubendreher in der Hosentasche fast nackt fühlen, jeden Rechner im Unternehmen mit dem Vornehmen kennen aber ansonsten Kommunikationsprobleme auf der natursprachlichen Ebene haben. Die anderen von Typ "austauschbarer Kleiderständer", die wunderbare Statements abzugeben in der Lage waren aber leider an der Arbeit an der Basis kein Interesse geschweige denn eine Ahnung davon haben, was dort brennt.
Zu einfach? Nein, erfahren und immer wieder bestätigt. Heute, wo Datenerarbeitung zum Dreh- und Angelpunkt jedweder unternehmerischer Aktion geworden ist, wird die Aufgabe der IT-Verantwortlichen immer anspruchsvoller.
Von daher schadet es nicht, einfach mal mit dem Kollegen Meyer in der Auftragsannahme zu reden und sich von ihm erklären zu lassen wo sein Schuh drückt. Der Wagenlenker muss auch einen Blick für die Fahrbahn haben und darf nicht nur aufs Navi gucken. Ich habe in der Vergangenheit schon reichlich Projekte "den Bach runter gehen" sehen, weil die Anwender bei der unrealistischen Planung der IT-Abteilung einfach nicht mitgezogen ist.
Eike Elser 25.08.2007