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Web 2.0
von wolfgang am 10.10.06
Brad Rubenstein von blogcarnival.com stellt seine Firma und die Blog-Carnivals vor. Robert Basic hat schon vor einiger Zeit erklärt, was hinter dieser Idee steckt und wie so ein Event organisiert wird.
Die These von Brad Rubenstein: Man redet im Zusammenhang von Web 2.0 gerne von "Comunities" - wie z.B. MySpace, Flickr, Xing - aber meint eigentlich nur die Nutzer eines bestimmten Dienstes. In Wirklichkeit ist das aber keine "Gemeinschaft", sondern man ist nur zufällig User beim gleichen Dienstleister.
Die "Blog-Carnivals" dagegen sollen die von Anwendern generierten Datenbanken (in diesem Fall von den Bloggern) über leicht bedienbare Web-Applikationen "wieder den Usern zurückgeben" und so echte, interaktive Gemeinschaften bilden. Wobei diese Form von Online-Events als Test für das Prinzip verstanden wird, um entsprechende Erfahrungen zu sammeln.
Zuerst aber ein ausflug in die möglichen Geschäftsmodelle im Weblog-Umfeld:
1. Man wird "Star" mit zehntausenden von Lesern am Tag (Daily Kos, Instapundit)
2. Man verfolgt ein "Magazin-Modell" mit aktuellem Content (Netzwerke wie Weblogs inc. oder Creative Weblogging)
3. Man finanziert sich über Werbung (Blog Ads, Pajama Media)
4. Man wird Technologie-Provider (WordPress, Six Apart)
5. Man bietet eine Suchmaschine an (Technorati)
6. Man unterstützt den Community-Gedanken (Blog-Carnival).
Wobei Rubenstein beim Thema ist: Blog-Carnivals - so seine Erklärung - sind wie Magazine zu einem bestimmten Thema. Der Content dafür kommt vom "Long Tail der Bloggosphäre" - also nicht von den wenigen "Stars" der Szene, sondern von der Masse der eher unbekannten Blogger. Sie erhalten durch die periodisch stattfindenden Veranstaltungen die Chance, eine erheblich größere Leserschaft zu erreichen.
531 dieser "Magazine" zu bestimmten Themen - vom "Wine Blogging Wednesday" bis zum gesammelten Wissen der Käfersammler oder Desert-Köche - gibt es im Archiv. 252 sind derzeit aktiv.
Der Ablauf zur Einrichtung eines Blog-Carnivals geht so:
- Irgendjemand hat eine thematische Idee und schaut, welche anderen Blogger sich auch mit dem Thema beschäftigen.
- Die werden angemailt und gleichzeitig die Frage gestellt, welches Blog den "Gastgeber" spielen möchte (der wechselt ständig)?
- Nachdem das klar ist und ein Termin festgelegt wurde, schicken alle ihre Beiträge zu dem Thema an den ausgeguckten Blogger, der alles veröffentlicht. Natürlich sind Kommentare, Diskussionen usw. möglich.
- Zum Schluß wird das Ergebnis archiviert und allen Interessierten zur Verfügung gestellt.
Rubensteins Firma stellt dafür die notwendige Infrastruktur zur Verfügung: Zeitplanungs- und Anmeldetools, Werkzeuge für das Management der Beiträge sowie Verschlagwortung und Suchmaschinenoptimierung. Wichtig sind kleine Widgets, die in die Sidebars der Weblogs integriert werden können und über die nächsten Blog-Carnivals informieren.
Und ihren Beitrag zum Geschäft von Rubensteins Unternehmen liefern. Denn dort erscheint - wie auf der Website von Blog Carnival Inc. - zielgruppenspezifische Werbung. Das zweite Standbein der Firma: Market-Intelligence - also der Verkauf von Benutzerprofilen an interessierte Firmen. Ein heißes Thema, wie der Referent einräumt.
Nicht alle Blog Carnivals haben sich als erfolgreich rausgestellt, eine ganze Reihe ist inzwischen wieder eingeschlafen. Neben dem Dauerbrenner "Carnival of the Capitalists" boomt derzeit der "Carnival of Personal Finance".
Noch ein interessente These von Brad Rubenstein: Die Tage der großen Portale sind gezählt, sie werden durch solche dezentralen Informationssammlungen wie in den Blog Carnivals abgelöst.
Bleibt nur die Frage: Wann ergreift in Deutschland jemand die Initiative und veranstaltet einen Blog Carnival? Erste Ansätze gibt es ja schon.
web2.0kongress
Die These von Brad Rubenstein: Man redet im Zusammenhang von Web 2.0 gerne von "Comunities" - wie z.B. MySpace, Flickr, Xing - aber meint eigentlich nur die Nutzer eines bestimmten Dienstes. In Wirklichkeit ist das aber keine "Gemeinschaft", sondern man ist nur zufällig User beim gleichen Dienstleister.
Die "Blog-Carnivals" dagegen sollen die von Anwendern generierten Datenbanken (in diesem Fall von den Bloggern) über leicht bedienbare Web-Applikationen "wieder den Usern zurückgeben" und so echte, interaktive Gemeinschaften bilden. Wobei diese Form von Online-Events als Test für das Prinzip verstanden wird, um entsprechende Erfahrungen zu sammeln.
Zuerst aber ein ausflug in die möglichen Geschäftsmodelle im Weblog-Umfeld:
1. Man wird "Star" mit zehntausenden von Lesern am Tag (Daily Kos, Instapundit)
2. Man verfolgt ein "Magazin-Modell" mit aktuellem Content (Netzwerke wie Weblogs inc. oder Creative Weblogging)
3. Man finanziert sich über Werbung (Blog Ads, Pajama Media)
4. Man wird Technologie-Provider (WordPress, Six Apart)
5. Man bietet eine Suchmaschine an (Technorati)
6. Man unterstützt den Community-Gedanken (Blog-Carnival).
Wobei Rubenstein beim Thema ist: Blog-Carnivals - so seine Erklärung - sind wie Magazine zu einem bestimmten Thema. Der Content dafür kommt vom "Long Tail der Bloggosphäre" - also nicht von den wenigen "Stars" der Szene, sondern von der Masse der eher unbekannten Blogger. Sie erhalten durch die periodisch stattfindenden Veranstaltungen die Chance, eine erheblich größere Leserschaft zu erreichen.
531 dieser "Magazine" zu bestimmten Themen - vom "Wine Blogging Wednesday" bis zum gesammelten Wissen der Käfersammler oder Desert-Köche - gibt es im Archiv. 252 sind derzeit aktiv.
Der Ablauf zur Einrichtung eines Blog-Carnivals geht so:
- Irgendjemand hat eine thematische Idee und schaut, welche anderen Blogger sich auch mit dem Thema beschäftigen.
- Die werden angemailt und gleichzeitig die Frage gestellt, welches Blog den "Gastgeber" spielen möchte (der wechselt ständig)?
- Nachdem das klar ist und ein Termin festgelegt wurde, schicken alle ihre Beiträge zu dem Thema an den ausgeguckten Blogger, der alles veröffentlicht. Natürlich sind Kommentare, Diskussionen usw. möglich.
- Zum Schluß wird das Ergebnis archiviert und allen Interessierten zur Verfügung gestellt.
Rubensteins Firma stellt dafür die notwendige Infrastruktur zur Verfügung: Zeitplanungs- und Anmeldetools, Werkzeuge für das Management der Beiträge sowie Verschlagwortung und Suchmaschinenoptimierung. Wichtig sind kleine Widgets, die in die Sidebars der Weblogs integriert werden können und über die nächsten Blog-Carnivals informieren.
Und ihren Beitrag zum Geschäft von Rubensteins Unternehmen liefern. Denn dort erscheint - wie auf der Website von Blog Carnival Inc. - zielgruppenspezifische Werbung. Das zweite Standbein der Firma: Market-Intelligence - also der Verkauf von Benutzerprofilen an interessierte Firmen. Ein heißes Thema, wie der Referent einräumt.
Nicht alle Blog Carnivals haben sich als erfolgreich rausgestellt, eine ganze Reihe ist inzwischen wieder eingeschlafen. Neben dem Dauerbrenner "Carnival of the Capitalists" boomt derzeit der "Carnival of Personal Finance".
Noch ein interessente These von Brad Rubenstein: Die Tage der großen Portale sind gezählt, sie werden durch solche dezentralen Informationssammlungen wie in den Blog Carnivals abgelöst.
Bleibt nur die Frage: Wann ergreift in Deutschland jemand die Initiative und veranstaltet einen Blog Carnival? Erste Ansätze gibt es ja schon.
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Selbst und Ständig
... für ihre Leser. Am kommenden Freitag, 20.10.2006 beginnen viele Blogger, die Experten zu Fragen der Selbstständigkeit sind, gemeinsam einen Blog-Karneval, für den dieses Weblog als Gastgeber auftritt: Den ersten Business-Blog Karneval in Deutsch...
Kommentar von:
einfach persoenlich Weblog
Auch Blogger & Nicht-Jecken feiern Karneval, Blogger-Karneval. Ein närrisches Treiben zum Nutzen aller Selbstständigen verspricht der mit großer Resonanz angekündigte Business-Blog-Karneval zum Thema Akquise: Kunden und Auftr&...
Kommentar von:
Selbst und Ständig
>... für ihre Leser. Am kommenden Freitag, 20.10.2006 beginnen viele Blogger, die Experten zu Fragen der Selbstständigkeit sind, gemeinsam einen Blog-Karneval, für den dieses Weblog als Gastgeber auftritt: Den ersten Business-Blog Karneval in Deu...
Kommentar von:
Bundesliga-Blog
Hah, da habe ich doch mal wieder ein Thema für einen Bundesliag Blog Carnival. Angeregt durch den Artikel in der FAZ möchte ich einen Blog Carnival zum Thema Spielergehälter in der Bundesliga starten. Nachdem das Bundesliga Blog ja schon...
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