Web 2.0 – Der Hype-Warner von der "Zeit"
Im Blogruf der "Zeit" stimmt heute Falk Lücke unter der "berschrift "Hypekandidaten für 2006" in die unter Journalisten derzeit so beliebten Warnungen vor dem bevorstehenden Web 2.0-Hype ein. "Hurra, da sind sie wieder: Firmen, die zwar kein wirkliches Geschäftsmodell haben – die aber aus dem Nichts kommen, eine Menge Medienaufmerksamkeit und einige Nutzer haben. Gut, zu Anfang müssen sie etwas Geld verbrennen. Aber das wird sicher alles der ganz große Wurf", heißt es da.
Als Beispiel werden die drei Start-Ups Shadows.com, YouTube.com und Ether.com angeführt. Warum gerade diese drei, bleibt das Geheimnis des Autors. O.k., vielleicht braucht die Welt nicht unbedingt noch einen Social Bookmarking-Dienst oder eine Video-Sharing-Plattform – aber mit derselben begründung hätte auch Google auf die Entwicklung einer Suchmaschine verzichten können. Wir hatten doch schon Altavista und MSN Search.
Sollen die Leute doch ruhig ihr Glück mit neuen Web 2.0-Anwendungen probieren. Sicher wird ein Großteil dieser Ideen nie das Beta-Stadium verlassen und schnell wieder vom Markt verschwinden. So what? Aber die paar Perlen in der Web 2.0-Flut, die jetzt entstehen, sind es doch allemal wert. Journalistische Bedenkenträger, die nun unbedingt vor dem bevorstehenden Hype warnen müssen, bringen das Web auf jeden Fall nicht weiter voran.
Genau. Es sind niemals die Firmen schuld, die ohne jede Refinanzierung erstmal erfolgreich sind und sich irgendwann von größeren Fischen mit stärkerer Kapitalisierung fressen lassen…