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Verräterischer Trojaner: Das Ende von Harry Potter Band 7

abgelegt im Archiv IT-Security am 22.06.07

Verräterischer Trojaner: Das Ende von Harry Potter Band 7
Ein Posting auf der amerikanischen Security-Seite insecure.org sorgt weltweit für Aufsehen und zwingt deren Server in die Knie. "Harry Potter Alert -- Muggles take over Insecure.Org!", schreibt der Betreiber der Seite Gordon Lyon aus dem kalifornischen Palo Alto. Er ist unter dem Namen Fyodor bekannt geworden und versteht sich als "guter Hacker", der mit seinen Büchern, Veranstaltungen und Tools zu mehr Sicherheit in den Computernetzen beitragen will.

Deshalb könnte es auch gut sein, dass das Posting eines gewissen "Gabriel" auf insecure.org auch nur ein PR-Gag ist. Angeblich ist es diesem Hacker gelungen, sich mit Hilfe eines Tojaners im lokalen Netzwerk des Bloomsbury-Verlages Zugang zu einer Kopie des letzten Harry-Potter-Bandes zu verschaffen. "Harry Potter and the Deathly Hallows" wird offiziell erst am 21. Juli veröffentlicht. Mit dem Verrat des Endes der Harry-Potter-Geschichte will "Gabriel" nach eigenen Worten "das Lesen des Buches unnütz und langweilig" machen.

Der offensichtlich religiös motivierte Racheengel beruft sich bei seiner Aktion auf Papst benedikt XVI. Der hatte noch als Kardinal Ratzinger in seiner Funktion als Präfekt der Glaubenskongregation den Potter-Büchern "subtile Verführungen" vorgeworfen, "die unmerklich und gerade dadurch tief wirken und das Christentum in der Seele zersetzen."

Und das verrät "Gabriel" den Potter-Fans: "Voldemort killed Hermione. At the end of the story Hagrid was killed by Snape in the attempt of ambush Hermione and Ron. Ron and Hermione flees in privet drive but Voldermort, surprising them, engaged a magical duel with Ron and Hermione. Voldemort attacked trough the imperius curse and Hermione, to protect the life of Ron fight hardly for more than 6 pages and then finally die. Then, to make a long story short, Harry came up, killed all the bad guys and Hogwarts against became a good place to stay and have fun. Ah, i missed one important information about Draco Malfoy, he started to create Horcrux (for fun and profit!).
The end
."

Des Verlag will sich zu den Spekulationen nicht äußern. Wenn sie stimmen, wäre es auch mehr als peinlich. Denn zur Frage, wie der Einbruch bei Bloomsbury gelungen sei, schreibt der Hacker: "The usual milw0rm downloaded exploit delivered by email/click-on-the-link/open-browser/click-on-this-animated-icon/back-connect to some employee of Bloomsbury Publishing, the company that's behind the Harry crap."

Womit wieder mal bewiesen wäre, dass in Fragen Computer-Sicherheit der Mensch das schwächste Glied ist: Das Öffnen unbekannter E-Mail-Anhänge kann fatale Folgen haben. Egal, ob die letzten Geheimnisse von Harry Potter auf dem Rechner gespeichert sind oder nicht.


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Tags: Harry+Potter  Deathly+Hallows  Hacker  Trojaner  Fyodor 

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