Veränderte Bedrohungslage
abgelegt im Archiv IT-Security am 20.12.07
Der Sicherheitsspezialist G DATA hat in einer Pressemeldung eine Bedrohungsanalyse für das kommende Jahr vorgestellt. Ihre Zusammenfassung: das Wettrüsten "zwischen Malware-Industrie und Security-Herstellern geht in die nächste Runde".
Eine drohende Entwicklung ist demnach die sogenannte Wegwerf-Malware. Programme zum Einschleusen von Schadcode sind nur noch auf eine einmalige Benutzung ausgelegt und werden nach dem ersten Einsatz modifiziert, um dann wieder in das Rennen geworfen zu werden.
Runtime-Packer verändern den Aufbau der Schaddateien laufend und machen somit immer wieder neue Signaturen erforderlich, um die Malware sicher zu erkennen.
Weiterhin wird die verstärkte Verbreitung von Schadanwendungen über infizierte Webseiten erwartet - im Zeichen steigender Nutzung web-basierter Anwendungen und Dienste stellt dies ein stetig stark wachsendes Bedrohungspotential dar.
Der Einbruch in System und das Verschlüsseln von Daten mit anschließender Lösegeldforderung wird bei G DATA als eine weitere mögliche Entwicklung gesehen.
Es ist nicht neu, dass die Hersteller von Sicherheitsprogrammen sich mit Cyber-Kriminellen ein Rennen liefern, ich denke allerdings dieses Rennen wird an Geschwindigkeit und dynamik zunehmen und damit Sicherheitsfragen drängender in den Vordergrund rücken.
Der sehr aufschlussreiche Bericht ist bei G DATA einzusehen.
Eike Elser 19-12-2007

Permalink: Veränderte Bedrohungslage
Tags: Trojaner Sicherheit Security
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