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Web 2.0
von wolfgang am 31.05.07

Heute haben verschiedene Tageszeitungen dazu einen Bericht der Nachrichtenagentur ap veröffentlicht, wonach verschiedene US-Hochschulen mit Hilfe von Blogs neue Studenten(inn)en gewinnen wollen und dafür die Autoren auch bezahlen. "Beim MIT bloggten vor drei Jahren drei Studenten, heute sind es 15. Eine Bezahlung gab es zuerst nicht, aus Furcht, dass das einen falschen Eindruck erwecken könnte. Das änderte sich aber, als man sah, wie viel Arbeit die Studenten da hinein steckten und dass sie sowohl das Gute als auch die negativen Seiten nannten. Jetzt bekommen die Studenten-Blogger bis zu 40 Dollar die Woche", heißt es in der Meldung.
Einer Untersuchung zufolge gehören Studenten-Blogs zu den wichtigsten Dingen, für die sich angehende Hochschüler auf den College-Websites interessieren. Die MIT-Blogger verzeichnen 15.000 bis 20.000 Aufrufe pro Tag von etwa 5.000 Besuchern. Bei den Studenten, die zugelassen wurden, gehörten die Blogs zu den drei wichtigsten Gründen, die ihre Entscheidung für eine bestimmte Hochschule beeinflusst haben. "Die besten Blogs sind gut geschrieben, ehrlich, echte Stimmen, hinter denen man eine Persönlichkeit erkennt, und sie sind interaktiv", erklärt Stephanie Geyer von der Consulting-Firma Noel-Levitz, die für die Studie verantwortlich ist.
"Wir fanden, dass es offener und glaubwürdiger ist, um angehenden Studenten einen Einblick in das Campus-Leben zu geben", wird Seth Allen, Leiter des Zulassungsamtes am Dickinson College in Pennsylvania, zitiert. Barmak Nassirian von der Vereinigung der Mitarbeiter der Immatrikulations- und Zulassungsstellen in den USA sieht in den Weblogs, "den nächsten Schritt in der Entwicklung der Studenten-Werbung". Nach den dicken Hochglanzbroschüren und den mit Informationen vollgepackten Websites, zeigten die relativ unzensierten Blogs nun das Leben an der Uni in allen seinen Aspekten - von der Kletterwand im Sportzentrum bis zum Essen in der Mensa.
Ich bin mal gespannt, wenn bei uns die ersten Universitäten Student(inn)en-Blogs in ihre Websites einbinden. Das sollte doch nicht so schwer sein.
Permalink: US-Unis bezahlen Problogger
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Wong
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