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Telekommunikation
von wolfgang am 29.10.07
Traditionelle Telekommunikationstechnikanbieter - ob sie nun Siemens, Alcatel-Lucent oder Avaya heißen - können sich künftig warm anziehen. Denn Microsoft macht nun ernst mit seiner Unified Communications-Strategie. Ziel ist es, alle Kommunikationswege in Unternehmen in einer Software-Plattform zusammenzuführen und auf der Basis von Voice over IP die Telefonie als eine Desktop-Anwendung zu betreiben.
In diesem Interview erläutert Microsoft-Gründer Bill Gates seine Vision von Unified Communications:
Kernstück des Konzepts ist der "Office Communications Server 2007" von Microsoft, der mit dem "Office Communicator 2007" als Client-Applikation zusammenarbeitet. Die neuen Softwareprodukte ermöglichen die Nutzung von E-Mail, Telefonie, Instant Messaging, Voice Mail und Fax auf einer Plattform.
Der "Office Communications Server 2007" stellt dafür im Hintergrund die Technologie zur Verfügung und arbeitet direkt mit den Office-Applikationen und Microsoft Exchange zusammen. "Office Live Meeting" ergänzt das Angebot und stellt einen Service zur Durchführung von Konferenzen über das Internet zur Verfügung. Die Anwender können damit per Chat, Sprache und Video miteinander in Kontakt treten sowie Dokumente austauschen und gemeinsam bearbeiten.
Mit "RoundTable" gibt es dafür auch eine neue Hardwarelösung: Das Conferencing-System kommt mit integrierten Lautsprechern und Mikrofonen daher, außerdem ist eine 360 Grad-Kamera enthalten. Dadurch können Anwender über das Internet direkt an einer Besprechung in einem Konferenzraum teilnehmen und alle Teilnehmer auf ihrem Bildschirm sehen.
Ganz überflüssig werden die bisherigen Platzhirsche aber auch in der Microsoft-Zukunftsvision wohl nicht. So zeigten bei der Präsentation der neuen Produkte im Bill Graham Civic Auditorium in San Francisco verschiedene Partner des Konzerns neue IP-Telefone, die direkt mit den Unified Communications-Anwendungen zusammenarbeiten. Diese Entwicklung bestärkt auch die Ansicht von Prof. Dr. Gerhard Schneider, Prorektor für Wissenstransfer und Kommunikationstechnologien und Direktor des Rechenzentrums der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, der mir kürzlich im Interview sagte: "Die Telekommunikation wird immer unauffälliger und wandert als eine von vielen Anwendungen ins Rechenzentrum".
Die Konsequenz für die Hersteller von Telekommunikationstechnik aus seiner Sicht: "Mit Software, die auf Standardservern läuft, lässt sich nicht mehr so viel Geld verdienen wie früher mit den abgeschotteten Telefonanlagen. Diese Rolle übernehmen nun die Endgeräte, die an die IP-Infrastruktur angeschlossen werden." Begeistert zeigte der CIO auf das neue OpenStage-Telefon von Siemens Enterprise Communications auf seinem Schreibtisch, das genau in diese Richtung geht. "Das OpenStage 80 ist fast so teuer wie ein PC, aber viel schöner", schwärmte Prof. Schneider von dem mit internationalen Designpreisen ausgezeichneten Premium-Endgerät.
Ein schwenkbares TFT-Farbdisplay mit 640 x 480 Pixel und Hintergrundbeleuchtung vereinfacht die Benutzerinteraktion wesentlich. Ebenso die neuartigen Bedienelemente wie Touch-/Sensortasten mit integrierten Farb-LEDs, TouchSlider zur Lautstärkeregelung und die intuitive TouchGuide-Navigation der Benutzeroberfläche.
Für den Zugang zu häufig verwendete Telefonfunktionen wie Trennen, Anrufumleitung, Lautsprecher und dedizierte Anwendungen wie Telefonbuch, Anruferliste oder Anrufbeantworter gibt es feste Funktionstasten. Individuelle Telefonfunktionen, die Schnellwahl mittels Name oder Leitungstasten sind über frei programmierbare
Touch-/ Sensortasten mit Anzeige der Funktion im Display einfach zu bedienen.
Das bereits mit etlichen Design-Preisen ausgezeichnete Business-Telefon unterstützt nicht nur den offenen SIP-Standard (Session Initiation Protocol), sondern entwickelt sich auch zusehends zu einer zentralen Schnittstelle für Enterprise-Applikationen. Denn Programmierer können dafür eigene Anwendungen schreiben, die auf den Geräten ausgeführt werden. Auf der Basis von SIP integrieren diese Telefone zudem Festnetz-, Mobil- sowie IP-Kommunikation und bieten neue Konferenz- und Anruf-Leistungsmerkmale.
Sie unterstützen auch kompatible Fremdanwendungen über standardbasierte Technologien wie Java, HTML, WML und XML. Eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle kann zur Anbindung eines Headsets oder zum Austausch von virtuellen Visitenkarten (Vcards) genutzt werden. Der USB-Port erlaubt es, Daten wie persönliche Kontakte zu sichern und sich über ein WLAN-Dongle mit einem drahtlosen Netzwerk zu verbinden. Mit Netzwerkunterstützung erhält der Nutzer per LDAP-Client Zugang zu einem Unternehmenstelefonverzeichnis, kann mit XML aber auch in öffentlichen Telefonverzeichnissen nach Personen suchen.
Alles in allem ist das OpenStage ein Endgerät, das schon heute optimal mit den Unified Communications-Lösungen von Microsoft zusammenarbeitet. Wenn es von den Anwendern tatsächlich gekauft wird, entsteht für traditionelle TK-Ausrüster wie Siemens ein neues lukratives Geschäftsfeld. Denn noch steht längst nicht an jedem Arbeitsplatz ein Microsoft-PC.
In diesem Interview erläutert Microsoft-Gründer Bill Gates seine Vision von Unified Communications:
Kernstück des Konzepts ist der "Office Communications Server 2007" von Microsoft, der mit dem "Office Communicator 2007" als Client-Applikation zusammenarbeitet. Die neuen Softwareprodukte ermöglichen die Nutzung von E-Mail, Telefonie, Instant Messaging, Voice Mail und Fax auf einer Plattform.
Der "Office Communications Server 2007" stellt dafür im Hintergrund die Technologie zur Verfügung und arbeitet direkt mit den Office-Applikationen und Microsoft Exchange zusammen. "Office Live Meeting" ergänzt das Angebot und stellt einen Service zur Durchführung von Konferenzen über das Internet zur Verfügung. Die Anwender können damit per Chat, Sprache und Video miteinander in Kontakt treten sowie Dokumente austauschen und gemeinsam bearbeiten.
Mit "RoundTable" gibt es dafür auch eine neue Hardwarelösung: Das Conferencing-System kommt mit integrierten Lautsprechern und Mikrofonen daher, außerdem ist eine 360 Grad-Kamera enthalten. Dadurch können Anwender über das Internet direkt an einer Besprechung in einem Konferenzraum teilnehmen und alle Teilnehmer auf ihrem Bildschirm sehen.
Ganz überflüssig werden die bisherigen Platzhirsche aber auch in der Microsoft-Zukunftsvision wohl nicht. So zeigten bei der Präsentation der neuen Produkte im Bill Graham Civic Auditorium in San Francisco verschiedene Partner des Konzerns neue IP-Telefone, die direkt mit den Unified Communications-Anwendungen zusammenarbeiten. Diese Entwicklung bestärkt auch die Ansicht von Prof. Dr. Gerhard Schneider, Prorektor für Wissenstransfer und Kommunikationstechnologien und Direktor des Rechenzentrums der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, der mir kürzlich im Interview sagte: "Die Telekommunikation wird immer unauffälliger und wandert als eine von vielen Anwendungen ins Rechenzentrum".
Die Konsequenz für die Hersteller von Telekommunikationstechnik aus seiner Sicht: "Mit Software, die auf Standardservern läuft, lässt sich nicht mehr so viel Geld verdienen wie früher mit den abgeschotteten Telefonanlagen. Diese Rolle übernehmen nun die Endgeräte, die an die IP-Infrastruktur angeschlossen werden." Begeistert zeigte der CIO auf das neue OpenStage-Telefon von Siemens Enterprise Communications auf seinem Schreibtisch, das genau in diese Richtung geht. "Das OpenStage 80 ist fast so teuer wie ein PC, aber viel schöner", schwärmte Prof. Schneider von dem mit internationalen Designpreisen ausgezeichneten Premium-Endgerät.
Ein schwenkbares TFT-Farbdisplay mit 640 x 480 Pixel und Hintergrundbeleuchtung vereinfacht die Benutzerinteraktion wesentlich. Ebenso die neuartigen Bedienelemente wie Touch-/Sensortasten mit integrierten Farb-LEDs, TouchSlider zur Lautstärkeregelung und die intuitive TouchGuide-Navigation der Benutzeroberfläche.
Für den Zugang zu häufig verwendete Telefonfunktionen wie Trennen, Anrufumleitung, Lautsprecher und dedizierte Anwendungen wie Telefonbuch, Anruferliste oder Anrufbeantworter gibt es feste Funktionstasten. Individuelle Telefonfunktionen, die Schnellwahl mittels Name oder Leitungstasten sind über frei programmierbare
Touch-/ Sensortasten mit Anzeige der Funktion im Display einfach zu bedienen.
Das bereits mit etlichen Design-Preisen ausgezeichnete Business-Telefon unterstützt nicht nur den offenen SIP-Standard (Session Initiation Protocol), sondern entwickelt sich auch zusehends zu einer zentralen Schnittstelle für Enterprise-Applikationen. Denn Programmierer können dafür eigene Anwendungen schreiben, die auf den Geräten ausgeführt werden. Auf der Basis von SIP integrieren diese Telefone zudem Festnetz-, Mobil- sowie IP-Kommunikation und bieten neue Konferenz- und Anruf-Leistungsmerkmale.
Sie unterstützen auch kompatible Fremdanwendungen über standardbasierte Technologien wie Java, HTML, WML und XML. Eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle kann zur Anbindung eines Headsets oder zum Austausch von virtuellen Visitenkarten (Vcards) genutzt werden. Der USB-Port erlaubt es, Daten wie persönliche Kontakte zu sichern und sich über ein WLAN-Dongle mit einem drahtlosen Netzwerk zu verbinden. Mit Netzwerkunterstützung erhält der Nutzer per LDAP-Client Zugang zu einem Unternehmenstelefonverzeichnis, kann mit XML aber auch in öffentlichen Telefonverzeichnissen nach Personen suchen.
Alles in allem ist das OpenStage ein Endgerät, das schon heute optimal mit den Unified Communications-Lösungen von Microsoft zusammenarbeitet. Wenn es von den Anwendern tatsächlich gekauft wird, entsteht für traditionelle TK-Ausrüster wie Siemens ein neues lukratives Geschäftsfeld. Denn noch steht längst nicht an jedem Arbeitsplatz ein Microsoft-PC.
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Wong
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