Twitter goes Mainstream

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Morgen wird man – im Zusammenhang mit dem erdbeben in China – in vielen Tageszeitungen etwas über Twitter lessen können. Denn dpa verbreitet über seinen Ticker seit einiger Zeit einen Text über den Microblogging-Dienst. Darin heißt es u.a.
Noch während am Montag in Südchina die Erde bebte, verbreitete sich die Meldung von der Naturkatastrophe im Internet. Bewohner der Provinz Sichuan, die die Erschütterungen am eigenen Leib mitbekamen, setzten Meldungen mit dem Kurznachrichten-Dienst Twitter ab.
Kronzeuge ist US-Starblogger Robert Scoble, der angeblich schneller als die etablierten Medien über das furchtbare Beben berichtet hat. Einmal abgesehen davon, was dieser Wettlauf bringen soll, stellt sich mir noch eine andere Frage: Wie bekommt Scoble mit, dass irgendwo im fernen Sichuan Leute per Twitter am Handy live über die Katastrophe berichten? Scannt er kontinuierlich die Tweets von all seinen Followern (wenn es die in Südchina überhaupt gibt)? Oder funktioniert das nach dem Schneeball-Prinzip?
Interessant fände ich Twitter in diesem Zusammenhang nicht beim Wettlauf mit den Nachrichtenagenturen über Berichte von Großereignissen, über die man ein paar Minuten später ohnehin überall etwas lesen kann. Sondern wenn darüber Nachrichten verbreitet werden, die in den etablierten Medien unter den Tisch fallen. Da ist dann allerdings wieder das Problem der Wahrnehmbarkeit. Bis es ein Thema z.B. in die laufend aktualisierte Hitliste von Twitgeistr schafft, müssen erst einmal jede Menge Einträge dazu vorhanden sein.
> Scannt er kontinuierlich die Tweets von all seinen Followern (wenn es die in Südchina überhaupt gibt)?
Gewissermassen tut er das: Scoble followed so ziemlich jedem zurück, der ihm followed. Wie er diese Datenflut bewältigen kann, ist fraglich, aber er scheint in der Lage zu sein, relativ zuverlässig die für ihn relevanten Informationen herauszupicken.