Tool gegen Twitter-Spam

Carlo Zottmann, Programmierer bei Yahoo! Deutschland, hat mit Twitter Twerp Scan ein kleines Tool geschrieben, dass die Follower beim Microblogging-Dienst Twitter etwas genauer unter die Lupe nimmt.
Der "Twitter Spammer Detector" durchsucht die Kontaktliste nach Leuten, die deutlich weniger eigene Follower haben, als sie selbst beobachten. Im Idealfall sollte dieses Following-to-Followers-Verhältnis 1:1 betragen, bei mir gab es aber auch Beispiele von 1:62 oder 1:61. Solche Beobachter werden dann von "Twitter Twerp Scan" zum Blocken vorgeschlagen, da der Verdacht auf Twitter-Spammerei besteht. Solche Leute – so die Vermutung – setzen wie wild andere Twitter-User auf ihre Kontakt-Liste – in der Hoffnung, dass man sie nun seinerseits beobachtet.
"If someone follows 20,000 random Twitter accounts, there is a very good chance that they will get at least 10% of those people following them back. Perfect! Now they have an audience of 2,000 people to spam, for free", beschreibt Downloadsquad die Vorgehensweise. Wobei ich das noch nicht ganz verstehe. Was hat z.B. jemand davon, der Viagra-Werbung twittern will, wenn die auf dem Bildschirm oder dem Handy-Display von 2000 Leuten auftaucht? Spätestens nach dem dritten Versuch werde ich den doch aus meiner Kontaktliste entfernen und vorbei ist es mit der Spammerei.
Aber in den USA ist man hier leider schon weiter: Twitter-Spam scheint sich dort bereits zu einem ernsthaften Problem entwickelt zu haben. Mit (dem leider noch etwas holprigen) "Twitter Twerp Scan" kann man jetzt bei uns schon mal den Anfängen wehren und potenzielle Spammer aussortieren.