Spam-Filter: Sie könnten noch besser werden
abgelegt im Archiv IT-Security am 28.06.07
Ohne Spamfilter ist man heute verloren. Denn dann würden jeden Tag hunderte von unerwünschten Werbebotschaften den Posteingang verstopfen. Trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl: Was ist, wenn eine wichtige E-Mail mich nicht erreicht?
Mir passiert es fast jeden Tag, dass erwünschte elektronische Post nicht ankommt und ich sie mühevoll aus einem meiner Spam-Filter fischen muß. Manchmal übersehe ich auch wichtige Nachrichten. Das geht offensichtlich nicht nur mir so. Laut einer Studie des E-Mail-Security-Anbieters Eleven ist der Verlust geschäftskritischer E-Mails durch falsches Einordnen des Spam-Filters an der Tagesordnung.
56 Prozent der dafür Befragten gehen davon aus, sie hätten deshalb schon einmal eine geschäftskritische Nachricht übersehen oder gar nicht erst bekommen. 43 Prozent berichten außerdem, dass eigene Mails wegen eines Filters den Empfänger nicht erreicht hätten, weil sie vom Filter falsch klassifiziert wurden. Nur jeder Fünfte ist sicher, dass noch nie eine von ihm verschickte Nachricht fälschlicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist.
Dass ihnen relevante E-Mails durch die Lappen gehen könnten, betrachten sechs von zehn Befragten als größte Gefahr von Spam. Ebenso große Sorgen bereitet die Belastung der Infrastruktur durch unerwünschte Nachrichten. 45 Prozent der befragten Entscheider in Unternehmen zählen außerdem Sicherheitsbedrohungen durch Viren oder Spyware sowie Schäden durch geringere Produktivität auf.
Ein Abflauen der Spam-Flut ist laut der Studie wohl nicht so schnell zu erwarten. Nach Beobachtung von mehr als der Hälfte der Befragten (55 %) hat sich im letzten Jahr das Spam-Aufkommen mehr als verdoppelt. Weitere 24 Prozent schätzen, dass es um ein Viertel zugenommen hat. Nur eine Minderheit von drei Prozent verzeichnete "weniger unerwünschte Sendungen".
Eleven hat die Gelegenheit auch zur Marktforschung genutzt und nach den gewünschten Features von Spam-Filtern gefragt. Der Faktor "höchste Spam-Erkennungsrate" liegt dabei mit 40 Prozent an der Spitze, gefolgt von einer "False Positive-Rate", die bei Null liegt, mit 35 Prozent. Für 13 Prozent ist die einfache Inbetriebnahme und Administration entscheidend. Für elf Prozent, dass der Filter unerwünschte Mails in einen Quarantäne-Ordner schiebt.
Na dann , liebe Spamfilter-Hersteller, optimiert eure Systeme bitte weiter.

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Tags: SpamFilter
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