Siemens zerschlägt IT-Dienstleistungssparte SBS
Wie die Freitagsausgabe (9.12) der "Süddeutschen Zeitung" unter Berufung auf Firmenkreise berichtet, wird die schon länger erwartete Zerschlagung des Siemens-Problembereiches Siemens Business Services (SBS) nun langsam konkret. Die IT-Dienstleistungstochter beschäftigt derzeit weltweit rund 39.000 Beschäftigte.
Als erster Schritt soll das Geschäftsfeld "Produktnahe Dienstleistungen" (PRS) – zu dem u.a. die Wartung von Großrechnern zählt – an die rechtlich eigenständige Schwesterfirma Fujitsu Siemens Computers (FSC) abgegeben werden. Der Verkauf – so die SZ – könnte bereits in der kommenden Woche offiziell bekannt gegeben werden. Das Geschäftsfeld "Produktnahe Dienstleistungen" zählt zu den drei großen Standbeinen von SBS und steuert mehr als eine Milliarde zu dem SBS-Gesamtumsatz von 5,4 Milliarden Euro bei. Nach Angaben von Siemens leidet es unter "besonderem Konkurrenz- und Kostendruck".
Die SZ zitiert außerdem Unternehmenskreise, nach deren Einschätzung der Konzern bis Weihnachten über eine weitere Partnerschaft für große Geschäftsteile entscheiden könnte. Dies würde eine Auflösung der Sparte in ihrer heutigen Form bedeuten. Als möglicher Partner für den Bereich "Operation Related Services" (ORS), der sich mit dem Outsourcing beschäftigt, wird immer öfter über Europas zweitgrößten IT-Dienstleister atos origin spekuliert. Aber auch US-Firmen kommen dafür in Frage.
Nächste Woche wissen wir vielleicht schon mehr darüber.