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Siemens verhandelt mit CSC über den Verkauf der Reste von SBS

abgelegt im Archiv Branchen News am 27.01.06

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Der amerikanische IT-Dienstleistungsriese Computer Sciences Corporation (CSC) verhandelt offensichtlich mit Siemens über eine "bernahme der Dienstleistungstochter Siemens Business Services (SBS). Erst gestern hatte die Fondgesellschaft DWS (eine Tochter der Deutschen Bank) auf der Siemens-Hauptversammlung eine "Aufspaltung von Siemens" verlangt. Der Konzern solle sich "endlich von seinen Sorgensparten trennen und auf einige Kernbereiche konzentrieren". Dabei hatten die Fondverwalter wohl vor allem SBS als möglichen Verkaufskandidaten im Visier.

Nachdem bereits das Geschäftsfeld "Produktnahe Dienstleistungen" (PRS) - zu dem u.a. die Wartung von Großrechnern zählt - an die rechtlich eigenständige Schwesterfirma fujitsu Siemens Computers (FSC) verkauft worden ist, geht es nun ans Eingemachte.

Laut einem Bericht in der kommenden Ausgabe der "Euro am Sonntag" sind die Verhandlungen mit CSC, zu deren deutschem Management auch der ehemalige SPD-Oberbürgermeister von Frankfurt Andreas von Schoeler zählt, bereits in einem konkreten Stadium. "Die Gespräche haben Ende des vergangenen Jahres begonnen und sind zuletzt deutlich vertieft worden", zitiert das Anlegerblatt einen angeblichen "Brancheninsider". Seit einigen Wochen gebe es bereits einen "regelrechten Tourismus Richtung münchen". Bei SBS wurden laut "Euro am Sonntag" die Gespräche bestätigt, während sich die Konzernspitze in Schweigen hüllt.

CSC spekuliert - so die "Insider" - im Zuge eines SBS-Kaufs auf die "bernahme der kompletten IT-Betreuung von Siemens als Outsourcing-Dienstleister. Zudem erhoffen sich die Amerikaner weitere Outsourcing-Aufträge aus dem deutschen Konzern. Bereits vor zwei Jahren - so "Euro am Sonntag" - hätten der damalige Siemens-Chef von Pierer und CSC-Boss Van Honeycutt über eine "bernahme gesprochen. Die Verhandlungen seien allerdings damals ergebnislos abgebrochen worden.

Ob sie diesmal zu einem besseren Ende kommen, ist noch offen. Aber inzwischen ist die Konzernführung - wie der Deal mit Benq zur "bername von Siemens Mobile zeigt - offenbar auch bereit, bei solchen Geschäften noch Geld draufzulegen. Hauptsache, die "Verlustbringer" kommen aus dem Haus. Wie kurzfristig gedacht das allerdings ist, zeigen die Beispiele der Konzernsparten Med und PG (Power Generation). Vor ein paar Jahren waren sie noch Sanierungsfälle, heute steuern sie einen erheblichen Anteil zum Siemens-Gewinn bei.



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