Siemens Enterprise Communications: Neue Offenheit

Während der ehemalige Chef Thomas Ganswindt wegen dem Siemens-Schmiergeldskandal weiter in Untersuchungshaft in der JVA Landsberg schmort, bläst Thomas Zimmermann (Foto) zum Angriff.
Der studierte Wirtschaftsingenieur ist seit Anfang Oktober Chief Operating Officer (COO) der neu gegründeten Siemens Enterprise Communications GmbH & Co. KG, einer 100%igen Tochtergesellschaft des Münchner Konzerns. Auf einem Presseworkshop in München verkündete Zimmermann, dass das Unternehmen auf dem Weg zur Profitabilität sei: "So schlecht, wie teilweise berichtet worden ist, steht es um Siemens Enterprise Communications nicht".
Angesichts des im Rahmen der Restrukturierung stattgefundenen Umbaus sei auch der 2006 verbuchte Umsatzrückgang um hundert Millionen auf 3,3 Milliarden Euro zu verschmerzen – intern habe man mit schlimmeren Auswirkungen gerechnet. Um die Produktentwicklung voranzutreiben, hat die (Noch)Siemens-Tochter im abgelaufenen Geschäftsjahr die Forschungs- und Entwicklungsausgaben deutlich erhöht, während die Kosten für administration und Vertrieb gesenkt wurden.
2007 soll das hohe Investitionsniveau laut Zimmermann beibehalten werden. Personalabbau wird es nach seiner Einschätzung nicht mehr in größererem Stil geben. Mit dem auf offenen Standards basierenden Konzept "Open Communications" will Siemens Enterprise Communications noch stärker im Voice-over-IP-Markt Fuß fassen.