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Branchen News
von wolfgang am 02.10.08
Zuletzt war O'Neill Chef beim Rüstungsunternehmen CompuDyne Corporation, das ebenfalls im Besitz der Gores Group ist. Auch im Militärsektor tätig ist sein vorheriger Arbeitgeber Northrop Grumman, wo er zwischen 2004 und 2008 unter anderem als Vice President und President für den Bereich Information Technology beschäftigt war und den CIO beaufsichtigte.
Davor hatte der studierte Bachelor unter anderem die Funktion des Senior Vice President und General Manager von Oracle Services Industries inne, wo ihm weltweit Vertrieb und Consulting im Bereich Kommunikation und Utilities unterstand. Darüber hinaus war er President Government Solutions bei Lucent Technologies, sowie Vice President und General Manager der Federal Government Region bei der Digital Equipment Corporation. Hier leitete er das weltweite Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern.
In den kommenden Monaten sollen die Prioritäten für O'Neill in der Verschmelzung von Siemens Enterprise Communications mit zwei weiteren Gores-Unternehmen - Enterasys, einem Anbieter von Netwerkausrüstung und Sicherheitslösungen, sowie SER Solutions, einem Anbieter von Software für Call Center - liegen. Daraus soll ein schlagkräftiger Anbieter von Unified Communications-Lösungen entstehen, der Cisco, Avaya, Lucent & Co. das Fürchten lehrt. Die Mitarbeiter des Joint Ventures, an dem die Siemens AG auf absehbare Zeit noch 49 % der Anteile hält, wurden bereits gestern in Kick-off-Veranstaltungen unter dem Motto "Let´s rock" auf dieses Ziel eingeschworen.
Wie schon bei der Ankündigung der Transaktion mitgeteilt, wollen Gores und Siemens mindestens 350 Millionen Euro in das Joint Venture investieren - zusätzlich zu den ohnehin geplanten Ausgaben für Forschung und Entwicklung oder sonstigen Aufwendungen im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs. Die Investitionen dienen der "Markteinführung von Produktinnovationen und der Akquisition von weiteren Technologieplattformen". Damit soll der größtmögliche Nutzen aus der starken Vertriebsorganisation von Siemens Enterprise Communications gezogen, die weitere Expansion gefördert und der Wandel des Unternehmens von einem Hardware-Lieferanten zu einem Software- und Service-Anbieter vorangetrieben werden.
Die neuen Produkte von Siemens Enterprise Communications wie der OpenScape UC Server bleiben integraler Bestandteil des Portfolios. Darüber hinaus wird das Unternehmen auch in Zukunft den Kunden seine OpenPath-Migrationsstrategien anbieten, um damit die reibungslose Umstellung von der bestehenden Kommunikationstechnik auf die neuen Unified Communications-Lösungen zu gewährleisten. Support und Upgrades für weitere weit verbreitete Produkte wie zum Beispiel HiPath 3000 und HiPath 4000 werden ebenfalls fortgeführt. Damit dürfte für Spekulationen über einen Exodus der bestehenden Kunden eigentlich kein Grund vorhanden sein.
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Wong
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