Siemens: Aus für SBS, Rettung für Com?

Laut der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins Focus (die wegen des 1.Mai schon am Samstag erscheint) hat der Siemens-Konzern offenbar die Sanierungs-Strategie für seine hoch defizitäre Sparte Siemens Business Services (SBS) geändert. Unter Berufung auf "Brancheninsider" wird berichtet, dass die Sparte angeblich aufgelöst werden soll. Die 34.000 Mitarbeiter – davon 12.000 in Deutschland – würden dann in die Siemens AG zurück verlagert.
Mitarbeiter, die an Projekten für andere Konzernbereiche arbeiten, sollen auf die auftraggeber verteilt werden. SBS-Berater, die Aufträge für externe Kunden erledigen, würden – laut Focus – komplett in den Bereich Communications (Com) eingegliedert. Damit könnte der "von Konzernchef Klaus Kleinfeld angestrebte einheitliche Auftritt bei den externen Kunden erleichtert und vermieden werden, dass SBS die für April 2007 angestrebten Renditeziele verfehlt". Bislang hatte die Konzernführung mit Hochdruck versucht, den IT-Dienstleister SBS an einen Konkurrenten zu verkaufen. Laut Focus fand sich aber kein Interessent.
Nach Manager-Magazin und Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung versucht nun auch der Focus mit Vorabmeldungen über Spekulationen zur Siemens-Zukunft seinen Verkauf anzukurbeln. Wie immer, bleiben viele Fragen offen. Etwa die, wie die ohnehin schon angeschlagene Com-Sparte die Übernahme von 12.000 SBS-Mitarbeitern in Deutschland verkraften soll? Oder was aus dem Outsourcing-Geschäft wird, dass nun überhaupt nicht zur Com-Strategie passt?