Prostitution im Netz
abgelegt im Archiv Freistil am 30.01.08
Bin ich öffentlich? Macht es mir etwas aus?
Im Zeitalter allgegenwärtiger Informationsdienste in Kombination mit Suchmaschinen muss man sich im klaren sein, dass es schon recht schwer ist, die eigenen Daten nicht offen zu legen.
Die Diskussion um Leute-Portale wie people123.com oder yasni.de auch hier im Blog - ist da nur die sprichwörtliche Spitze des Eisberges.
Internet bedeutet in erster Linie Geld verdienen - Informationen sind im Internet ein Wirtschaftsgut. So ist auch zu verstehen, dass die Macher von 123people.com jedem registrierten Nutzer die Möglichkeit bieten, festzulegen was von ihm gezeigt wird. Zum mitschreiben: 123people.com sammelt (öffentliche) Daten und führt sie (teilweise sogar falsch...) zusammen (das machen Adressenhändler auch). Dann "darf" man sich dort registrieren, um die eigene Privatsphäre zu schützen. Unter dem Strich bekommen die Leute von 123people.com eine massiven Zulauf. Zulauf der sich im Ranking des Portals niederschlägt und damit in Euro und Cent. Die Masche ist gut und noch nicht einmal verwerflich - sicher sind hier das "Persönlichkeitsrecht" berührt, doch müssen wir uns vergegenwärtigen, dass es unmöglich ist, den Nutzen des Internet zu ziehen, ohne den Preis dafür zu zahlen.
Ich kann mir sogar vorstellen, dass es bald so eine Art "sauberes Internet" gibt, das dann eben eine gewissen Betrag kostet, dafür dann aber meine Daten besser schützt.
Eike Elser 29-01-2008
Das Bild Walletjes 001-2.jpg ist Wikipedia entnommen und wurde von saibo unter GPL veröffentlicht.

Permalink: Prostitution im Netz
Tags: Internet Datenschutz
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Wong
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Kommentar von:
Bernhard
(29.01.08 18:45 Uhr)
Kommentar von:
Fussball
(31.01.08 12:32 Uhr)
Doch, das was 123people macht ist nicht so ok. Wirklich
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Sorry, das ist leider falsch! 123people sammelt keine Daten, wir speichern sie nicht, sondern es wird durch den User eine Echtzeitsuche ausgelöst. Und vor allem: Wir führen keine Daten zusammen! Wir listen Daten lediglich auf. Das unterscheidet uns wesentlich von Suchmaschinen wie etwa spock.com, deren Ziel es ist, die indizieren.
Das Profil gibt dir die Möglichkeit, auf unterschiedlichen Privatheitslevels deine "Visitenkarte" im Internet zu schaffen - mit der Suche an sich hat das aber eigentlich gar nicht mal unmittelbar etwas zu tun ...