Personensuchmaschine Spock: Ergebnisse mangelhaft
abgelegt im Archiv Web 2.0 am 08.08.07
Ein grosses Medienecho hat heute die neue Personensuchmaschine Spock.com, nachdem die Nachrichtenagentur afp eine entsprechende Meldung über den Ticker gejagt hat.
Das US-StartUp, dessen Service derzeit nur in der betaversion existiert, beschafft sich die Informationen aus den Profilen von Social Networks wie Xing, StudiVZ oder Facebook. Bisher sollen nach Angaben der Betreiber bereits 100 Millionen Menschen in der Suchmaschine zu finden sein - überwiegend allerdings Promis aus Sport, Show und Politik.
Das kann ich allerdings nicht glauben. Nicht nur, dass viele A- und B-Promis aus dem deutschsprachigen Raum fehlen - auch solch bekannten Amerikaner wie der Cybersex-Experte Herb Zipper werden nicht gefunden.
Aber vielleicht ist diese Unvollkommenheit auch gut so. Denn aus Datenschutzgründen ist der virtuelle "Big Brother" ohnehin eine zweifelhafte Sache. Die Betreiber sehen das naturgemäß anders. "Menschen, die auf der Seite zu finden sind, können das Löschen ihres Profils beantragen", versprechen sie. Auch könnten sie Spock.com auffordern, zu ermitteln, woher die gefundenen Informationen stammten. Ansonsten schieben die Firmengründer den schwarzen Peter zu den Anwendern: "Letztendlich werden die meisten Informationen im Internet von den Betroffenen selbst veröffentlicht".
Da haben sie leider recht, trotzdem ist das kein Freibrief für die von Spock angelegten detaillierten Persönlichkeitsprofile. Man sollte sich deshalb wirklich genau überlegen, welche Datenspuren man wo hinterlässt.

Tags: Spock Personensuchmaschine Personen Suchmaschine Zipper
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Wong
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