Original-Zeitungsartikel bei Google News

Original-Zeitungsartikel bei Google News

Also, ich finde das Projekt genial. Auch wenn Google damit erneut als Datenkrake auftritt. Auf der TechCrunch50-Konferenz in San Francisco hat Marisa Mayer, die Cheftechnologin des Suchmaschinengiganten angekündigt, dass Google alle jemals veröffentlichten Zeitungen in Original-Optik und im Volltext durchsuchbar online stellen will. Ein Muster aus den USA gibt es bereits: Die "St. Petersburgh Times" aus Florida.

Das sieht doch schon recht gut aus. Man kann mit der Maus über die Zeitungsseiten fahren, die Software erkennt eine Überschrift und markiert sie farbig. Klickt man auf die Überschrift, zoomt der Artikel heran. Ist er gelesen, kann man wieder wegzoomen und die ganze Seite im Überblick betrachten.

Jetzt müssten nur noch die Verlage mitspielen. Google versucht sie mit einem Teil der Werbeeinnahmen zu ködern. Ob das ausreichen wird? Denn ihre kostenpflichtigen digitalen Archive können sich die Verlage dann schenken. Die werden zwar wegen der horrenden Preise eh nur von Profis genutzt, aber wer will sich schon gerne seinen Content aus der Hand nehmen lassen?

Das Google-Projekt ist nicht ganz neu. Schon seit zwei Jahren ist in den USA bereits die Suche nach Zeitungsartikeln möglich, die bereits in digitalisierter Form vorliegen. Renommierte Blätter wie die "New York Times" und die "washington Post" sind daran beteiligt. Google hat nun damit begonnen, die auf Mikrofilmen gespeicherten Zeitungsseiten einzuscannen und greift dabei auf die Erfahrungen mit dem Projekt "Google Books" zurück. Zunächst ist das Vorhaben auf die USA und Kanada beschränkt, aber die Ausweitung auf andere Länder ist geplant. Schließlich strebt Google ja die Weltherrschaft an.


Posted on Dienstag, September 9th, 2008 at 12:14 and is filed under Web 2.0. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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