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Online-Reisende kennen Web 2.0

abgelegt im Archiv Web 2.0 am 09.03.07

Online-Reisende kennen Web 2.0
Auf der (überfüllten) ITB-Pressekonferenz des Verbandes Internet Reisevertrieb (VIR) wurde neben dem bereits bekannten jährlichen "VIR-Barometer" auch die Ergebnisse einer neuen Exklusiv-Umfrage zum Thema "Wie bekannt ist Web 2.0?" vorgelegt.

Die Zeichen beim Online-Reiseverhalten der Deutschen stehen weiterhin auf Wachstum - so das Resümee der "Reiseanalyse 2007" der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR). Insgesamt wurden - wie in jedem Jahr bei der Feldphase der Analyse, die bevölkerungsrepräsentativ ist - 7000 bis 8000 Personen über 14 Jahre in persönlichen Interviews zum Urlaubs- und Reiseverhalten befragt.

Untersucht wurden unter anderem allgemeine Internetnutzung (Informationsbeschaffung und buchung), soziodemografische Daten (Alter und Bildungsgrad) sowie die einzelnen Buchungsbereiche wie zum Beispiel Bahn- oder Flugreisen. "Wir können in allen Bereichen Zuwächse verzeichnen", berichtete Dr. Peter Aderholt von der FUR. Insbesondere bei der Internet-Suche nach Informationen stehen die Themen "Bahn" und "Veranstaltungen" an erster Stelle. Dabei konnten auch die Buchungen von Bahntickets zulegen. "Einen starken Zuwachs verzeichnen wir soziodemografisch bei den 30 bis 59-Jährigen", so Dr. Aderholt.

"Die Rollenverteilung zwischen Informationsanbietern und Kunden hat sich grundlegend verändert", so die Einschätzung des VIR. In der Vergangenheit (Web 1.0) konnte sich der User bei den Inhalten des Anbieters ausschließlich informieren. Heute versorgen sich Urlaubssuchende gegenseitig mit Hinweisen, Empfehlungen und Kritik. Das Internet erfindet sich nach Meinung des Verbandes mit Web 2.0 immer wieder neu.

Deshalb wurde innerhalb der Reiseanalyse 2007 eine Exklusivfrage gestellt: "Wie gut kennen deutsche Urlauber Web 2.0-Anwendungen?". Gefragt wurde, ob bestimmte Anwendungsmöglichkeiten - wie Reiseführer als Podcasts, Meinungsplattformen oder virtuelle Touren bekannt sind und auch schon einmal genutzt wurden. "Die Auswertung ergibt ein interessantes Bild, wobei die meisten Befragten mit Internetzugang Satellitenbilder - beispielsweise Google Earth - und Meinungsplattformen kennen und auch nutzen. erläuterte Dr. Aderholt.

Konkret kennen 60 % der Befragten zoombare Satellitenbilder, über 30 % nutzen sie auch. Von Meinungsplattformen haben etwas über 40 % schon etwas gehört, ca. 20 % schauen sich zur Reisevorbereitung dort bereits regelmäßig um. Flickr, YouTube & Co. kennen knapp 20 %, aber ihre Urlaubsbilder oder -videos speichern dort weniger als 5 % der Befragten. Noch geringer ist die Nutzung von Podcasts als Reiseführer, obwohl auch schon knapp 20 % der Online-Reisekunden davon gehört haben. "Allerdings gibt es deutliche Unterschiede in den verschiedenen Altersgruppen und nach dem Bildungsgrad", betonte der Wissenschaftler.



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