Not connected
abgelegt im Archiv Telekommunikation am 19.12.07
Beim Schalten von DSL-Anschlüssen hinkt die Telekom hinterher - dummerweise sind gerade diejenigen von einer langen Wartezeit betroffen, die zu einem anderen Anbieter wechseln wollen, aber nicht durch diesen direkt angeschlossen werden sondern auf der "letzten Meile" über einen Telekom-Anschluss versorgt werden. Die Bundesnetzagentur hat dies heute in seiner Rede beim Vorstellen des Tätigkeitsberichts Telekommunikation (als PDF) bestätigt:
(...)Die jüngsten erheblichen Wachstumsraten bei den Breitbandanschlüssen haben allerdings auch Probleme hervorgerufen. "Es gibt einen großen Auftragsstau bei der Bestellung der Teilnehmeranschlussleitung. Unabhängig von der Frage, ob hier eine Diskriminierung der Wettbewerber vorliegt, was wir zurzeit prüfen, appelliere ich an die Deutsche Telekom, den Auftragsstau so schnell wie möglich abzuarbeiten. Wechselbereite Kunden dürfen nicht dadurch abgeschreckt werden, dass die Vorprodukte nicht rechtzeitig geliefert werden können. Der Markt und die Kunden können erwarten, dass die Deutsche Telekom die gleichen Anstrengungen bei der Betreuung ihrer Carrierkunden unternimmt, wie im Bereich ihrer Endkundenleistungen", sagte Kurth. (...)
Quelle: Auszug aus der Webseite der bundesnetzagentur
Nicht was mich wundert und auch nichts was neu wäre. In allen Jahren der Zusammenarbeit mit der Telekom habe ich häufig genug mit den verschiedensten Widrigkeiten zu kämpfen gehabt.
In der Praxis bedeutet diese, dass jeder der auf eine Internetanschluss angewiesen ist w und nicht im Vorsorgungsgebiet alternativer Anbieter liegt, mehr als einmal den Zeitpunkt seines Wechsels überlegen muss. Schnell mal eben von dort nach da zu wechseln ist zwar immer möglich aber eben selten Realität.
Hinter vorgehaltener Hand empfehlen Profis Firmen zunächst eine weiteren DSL-Anschluss zu ordern und dann auf dem bisherigen eine Anbieterwechsel durchzuführen um danach den zweiten DSL-Anschluss zu kündigen. Nicht elegant aber im Zweifel besser als Tage oder sogar Wochen auf die nötigen Kommunikationsmittel zu warten. Alternativ könnte man sich auch an ein anderes Unternehmen im gleichen Gebäude anhängen und sei es über ein Kabel durchs Fenster.
Alles Panikmache? Ich befürchte nicht, ich habe selbst schon nach einem Umzug um die Internetverbindung gebangt und dann nur mit viel Nachdruck erreicht dass es doch ohne Verzögerung klappt.
Eike Elser 18-12-2007

Quelle: Auszug aus der Webseite der bundesnetzagentur
Permalink: Not connected
Tags: Telekom DSL
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Kommentar von:
metrohead
(19.12.07 8:02 Uhr)
Der Wunsch die Telekom möge die Carrier, wie Ihre anderen Kunden behandeln, geht doch sowieso ins Leere. Ich persönlich warte wieder mal seit zwei Monaten auf einen DSL-Anschluss der Telekom. Mein Eindruck ist eher, dass es ein reines Glücksspiel ist, an welche Stelle man als Antragsteller gerät, im Dickicht der beauftragten Callcenter. Da haben die Firmenkunden wahrscheinlich eher noch Vorteile.
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