Nicht nur bei der Vogelgrippe: Virus springt über
Während die "bertragung des Vogelgrippe-Virus H5N1 von Wildvögeln auf Katzen für Schlagzeilen sorgt, ist ähnliches auch von einem Computervirus zu berichten. Die "Mobile Malware Researchers Association" (MARA) hat nach eigenen Angaben den ersten Schädling entdeckt, der ein Smartphone oder einen PDA über den PC infizieren kann.
Der Trojaner wurde von der Expertengruppe "Crossover" getauft, da er sich mit Hilfe von ActiveSync von einem Windows PC auf mobile Geräte mit Windows CE überträgt. Die MARA-Forscher haben die schädliche Software auf anonymem Wege erhalten. Dabei sei eine Textdatei gewesen, in der es unter anderem heißt: "Dies ist ein Proof-of-Concept-Code für wissenschaftliche Zwecke". In der freien Wildbahn wurde der Schädling, der die Lücke zwischen Handhelds und Desktops schließt, bisher noch nicht gesichtet.
Das Trojanisches Pferd könnte Anwendern künftig auf mehrere Arten das Leben schwer machen. Laut Beschreibung kopiert der Schädling sich bei einem Reboot immer wieder in die Registry und den Autostart-Ordner, was längerfristig zu Performance-Problemen führen dürfte. Daneben wartet die Malware auf eine Activesync-Verbindung, mit der Daten zwischen PC und einem PDA synchronisiert werden.
Ist diese vorhanden, wird das Virus auf das an den Rechner angeschlossene Gerät kopiert. Sollten auf dem Handheld die Betriebssysteme Windows CE oder Windows Mobile laufen, wird dort der komplette Inhalt im Ordner "My Documents" gelöscht. Außerdem kopiert sich der Schädling in den Windows-Ordner und legt eine Verknüpfung im Startordner des Systems an. "Bisher war die Malware für Desktop-Rechner und PDAs voneinander getrennt. Mit Crossover haben wir nun das erste Schadprogramm, das beide Gerätetypen infizieren kann", warnen die MARA-Experten.
Technorati Tags: PDA, Malware, Virus