Neue Spekulationen: Zerschlagung von SBS rückt näher

Diesmal ist es das Anlegermagazin "Focus Money", das die Gerüchteküche anheizt und behauptet: "Die Tage der Siemens Business Services (SBS) als eigenständige Konzernsparte sind offenbar gezählt".
Das Blatt zitiert einen (nicht näher genannten) Siemens-Aufsichtsrat mit den Worten: "Es wird darauf hinauslaufen, dass die verbliebenen SBS-Bereiche den jeweiligen Konzernsparten zugeschlagen werden". Outsourcing-Projekte bei externen Kunden will das Management danach auslaufen lassen oder verkaufen. Ähnliches hatte kürzlich auch schon das Magazin "Focus" in einer Meldung vermutet.
Siemens-Konzernchef Klaus Kleinfeld kündigt bereits schon länger an, er werde die IT-Tochter "reinrassig an den Branchen ausrichten, in denen Siemens stark ist". Als Beispiele nennt er immer wieder die Auto- und Nahrungsmittelindustrie, Energie-Erzeuger oder Flughäfen.
Gerade wird allerdings auch die Verlängerung des Outsourcing-Deals mit der Bankgesellschaft berlin / Landesbank Berlin gefeiert. Im Rahmen der Neuausschreibung der IT-Services hat Siemens Business Services erneut den Zuschlag erhalten, für weitere fünf Jahre die Sprach- und Datennetze, Server, Desktop- und TK-Systeme des Geldinstituts zu betreuen. Banken gehören aber – laut Kleinfeld – in Zukunft nicht mehr zu den Kernbranchen, in denen Siemens stark ist.