Muss T-Systems dran glauben?

Nachdem schon das rigorose Sparkonzept von T-Systems-Chef Lothar Pauly gezeigt hat, wie es um die IT-Dienstleistungstochter des Telekom-Konzerns bestellt ist, verdichten sich nun die Gerüchte über eine völlige Zerschlagung der Sparte. Laut "manager-magazin" und "Süddeutscher Zeitung" drängt vor allem der Telekom-aktionär Blackstone auf einen Verkauf des defizitären Geschäfts. Der amerikanische Finanzinvestor will sich "von jenen Bereichen bei T-Systems zu trennen, die nicht unmittelbar in den Bereich der Telekommunikation fallen".
Seit Monaten versucht die Telekom laut den Medienberichten einen starken europäischen Partner für die Sparte "T-Systems Enterprise Services", die vor allem multinationale Grpßkunden betreut, zu finden. So laufen Verhandlungen mit den IT-Dienstleistern Atos Origin oder EDS sowie mit den Dienstleistungssparten von IBM oder HP. Sie scheitern bislang aber an Standort- und Bewertungsfragen. Auch Siemens wollte seinen unprofitablen IT-Dienstleister SBS verkaufen, hat diese Idee aber mangels Käufer inzwischen wohl wieder aufgegeben.