Musik-Downloads: MySpace ohne DRM

Musik-Downloads: MySpace ohne DRM

Es kommt Bewegung in die Musik-Download-Angebote. Der bisher unangefochtene Marktführer Apple iTunes erhält kurz vor Weihnachten nicht nur Konkurrenz vom Zune-Service von Microsoft. Auch der Handyhersteller Samsung und die Plattenfirma Universal (SpiralFrog) haben auf der IFA in Berlin entsprechende Download-Plattformen angekündigt, die noch in diesem Jahr starten sollen. Wobei Spiralfrog werbefinanziert ist und dadurch für die Musik-Nutzer kostenlose Downloads ermöglicht – allerdings wird das Angebot eingeschränkt und mit nervender Reklame verbunden sein.

Der schärfste Wettbewerb dürfte aber von der Online-Community MySpace kommen. Sie will künftig auch Musik im MP3-Format von den rund drei Millionen Bands verkaufen, die auf MySpace.com angemeldet sind. Das Besondere: Einen DRM-Kopierschutz (Digital Rights Management) wie bei iTunes oder Zune soll es vermutlich nicht geben. MySpace-Gründer Chris DeWolfe meint dazu: "Jeder, mit dem wir darüber gesprochen haben, ist an einer alternative zu iTunes und dem iPod interessiert. MySpace kann diese Alternative sein."

Betrieben werden soll das neue Angebot von Snocap, dem Musik-Distributionsservice des Napster-Gründers Shawn Fanning. Snocap hat kürzlich einen "MySpace Music Player" vorgestellt, der den Kauf von Songs ohne Kopierschutz per Paypal ermöglicht. Chris DeWolfe will allerdings nicht ausschließen, dass über mySpace auch Copyright-geschützte Musikstücke der großen Plattenfirmen verkauft werden können. Es gibt bereits Gerüchte über Gespräche von MySpace mit der Firma EMI zu diesem Thema.


Posted on Samstag, September 2nd, 2006 at 15:41 and is filed under Freistil. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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