m-Pathy: Benutzerfreundlichkeit einfach testen

Jetzt ist doch das Posting für die Blog-Parade webVertrauen zuerst fertig geworden. Denn ich habe seit gestern ein interessantes Werkzeug in das Blog hier integriert. Und das passt ziemlich gut zum Motto der Blog-Parade. Hier der Beitrag:
Vetrauen ist gut – aber ich kontrolliere lieber
Der Erfolg jeder Website hängt entscheidend von ihrer Benutzerfreundlichkeit ab, auch "Usability" genannt. Mit dem neuen Tracking-Tool m-pathy der Dresdener seto GmbH, das letzte Woche seinen Betatest begonnen hat, soll die "Website-Usability leichter zu optimieren" sein.
Im Gegensatz zur aufwendigen Auswertung von abstrakten Besucherstatistiken – so die Erfinder – können Website-Anbieter mit dem Tool exakt beobachten, wie sich die Besucher auf den Seiten bewegen. Dazu werden die Daten der Computermaus bei jedem Besucher erhoben und visualisiert. Registrierte m-pathy-Nutzer können sich dann jeden einzelnen Besuch auf ihren Webseiten als kleinen "Film" ansehen.
Das Ganze lässt sich auch ohne großartige Programmierung durchführen: Nach der Anmeldung auf der Homepage muss lediglich ein Stück Javascript in den Quellcode der jeweiligen Seite eingefügt werden. "Spyware oder dergleichen wird nicht verbreitet", versprechen die Betreiber. Die erhobenen Daten würden auf den Servern von m-pathy gespeichert und nur den Betreibern der jeweiligen Websites zugänglich gemacht. Personenbezogene Informationen der Besucher, Passwörter oder dergleichen – so ein weiteres Versprechen – werden nicht aufgezeichnet. Mehr dazu auch im Weblog des Unternehmens.
Am Besten macht man sich hier in diesem Screencast ein Bild von der arbeitsweise des Tools. Die Anmeldung geht auf jeden Fall recht schnell und nachdem der kleine Java-Codeschnipsel in den Quelltext des Blogs integriert war, wurden schon ziemlich bald die ersten Bewegungsprofile der Besucher angezeigt.
Neben den üblichen Infos (Dauer des Aufenthalts, IP-Adresse, Provider, Referrer, Bildschirmauflösung, Browser usw.) ist der kleine Film das eigentlich Spannende an dem Tool. Denn damit lässt sich tatsächlich genau verfolgen, was die Besucher so treiben: Welche Postings sie aufrufen, ob sie sich Werbung anschauen oder auf einen Link klicken? Schon erstaunlich, was bei manchen Leuten die Maus für Bewegungen auf dem Bildschirm vollführt.
Wenn man das jetzt genau auswerten würde (dafür gibt es in dem Tool z.B. Filtermechanismen), könnte man auch sehr schnell Probleme bei der Benutzerfreundlichkeit identifizieren. Etwa, wenn die Besucher immer wieder an der gleichen Stelle hängenbleiben. Dafür fehlt mir allerdings die Zeit. Von daher ist das Ganze für mich eher ein interessanter Test. Ein systematischer Einsatz von m-pathy scheint mir dann doch recht aufwändig. Da vertraue ich lieber darauf, dass die Lesserinnen und Leser des CIO-Weblogs hier schon spontan das Richtige für sich finden.
NACHTRAG: Ich habe den Code wieder aus dem Blog entfernt. Denn verschiedene Nutzer des Internet-Explorers berichteten über schwere Systemfehler beim Navigieren, die bis zum vollständigen Aufhängen des Rechners führten. Mit dem Firefox hatte ich nichts dergleichen festgestellt. Aber da doch ein Gutteil der Besucher hier mit dem IE arbeitet, ist mir das Risiko zu groß. Schade.
hallo, tut mir leid, das zu hören. könnten Sie mir eventuell nähere anhaltspunkte zur identifikation der fraglichen besuche geben, damit wir dem besser nachgehen können? vielen dank!