Microsoft Vista: Analysten sind optimistisch

Am kommenden Donnerstag will Microsoft-Chef Steve ballmer an der US-Börse Nasdaq in New York mit großem Tam-Tam "A New Day for Business" einläuten: Die neuen Versionen von Windows und Office sind – zumindest für Firmenkunden – auslieferbereit. Zwar mit einem Jahr Verspätung, aber immerhin.
Während die US-Marktforschungsfirma Endpoint Technologies skeptisch ist und verkündet "Die Unternehmen werden nicht losstürzen, um ihre Systeme mit Vista oder Office 2007 zu aktualisieren", sind andere Analysten deutlich optimistischer. "Der Erfolg von Vista wird auch die Markteinführung von Windows 95 in den Schatten stellen", glaubt etwa David Mitchell von Ovum. Seine Prognose: "Bis zu 15 Prozent aller PC-User weltweit werden bereits Ende 2007 mit Vista arbeiten". Bei Windows XP seien es immerhin auch schon beachtliche zwölf bis 14 Prozent der Kunden gewesen, die im ersten Jahr auf das neue Release gewechselt seien. Geschäftskunden können Vista ab dem 30. November 2007 erwerben, im Januar 2007 soll das neue Windows auch für Endkonsumenten verfügbar sein.
Bei Microsoft Office 2007 sind die Analysten dagegen nicht so euphorisch. "Derzeit sehen viele User in Privathaushalten und in den Firmen keinen Bedarf für einen Upgrade ihrer Büropakete. Auf jeden Fall wird die Akzeptanz von Office 2007 der von Vista hinter her hängen", erwartet Mitchell. Die Upgrade-Kosten für die Firmen würden auch durch Aufwendungen für notwendige Schulungen erhöht. Denn wer seine Mitarbeiter nicht trainiere, werde die neuen produktivitätssteigernden Funktionen des Büro-Pakets nicht nutzen können. "Der Migrationsaufwand inklusive Schulung ist ein riesiges Hindernis für Microsoft", vermutet Ovum.