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Microsoft: (Alte) Pay-as-You-Go-Software
abgelegt im Archiv Software News von wolfgang am 24.02.07
Microsoft: (Alte) Pay-as-You-Go-Software
Angesichts der bedrohung durch neue Büroanwendungen übers Netz, wie sie z.B. Google oder 1&1 anbieten wollen, testet auch Marktführer Microsoft neue Geschäftsmodelle. Allerdings nur in einigen Schwellenländern und mit alter Software.

In aller Stille - so das Magazin "Ars Technica" - hat Microsoft in Südafrika, Mexiko und Rumänien sogenannte Pay-As-You-Go-Angebote eingeführt. Darüber ist das Büroanwendungspaket Office 2003 für 15 Dollar im Monat erhältlich. "Wird das Angebot gut aufgenommen, ist eine Erweiterung und auch die Ausdehnung auf andere Länder geplant", schreibt das Blatt unter Berufung auf eine interne Projektbeschreibung des Unternehmens.

Offiziell hat ein Sprecher des Konzerns erklärt, man biete den Mietkunden "die Möglichkeit der Nutzung von Microsoft Office 2003 zu einem niedrigen Einstiegspreis, verbunden mit der Flexibilität der zeitlich versetzen Zahlung." Derzeit warte man noch ein Feed-back der Nutzer ab. Deshalb sei es noch zu früh, um schon jetzt über weitere Ziele zu spekulieren.

Der neue Testlauf ist Teil des Projektes FlexGo, in dessen Rahmen den Kunden ein PC mit preisgünstigen vorinstallierten Produkten wie Windows XP und weitere Anwendungen angeboten wird. Ein (angeblich erfolgreicher) Test findet in Brasilien statt. Dabei bezahlt der Nutzer zuerst nur etwa die Hälfte des Preises eines neuen Computers. Für die Erstellung einer Word-Datei wird beispielsweise ein Preis von ca. 75 Cent fällig. Nach einigen hundert kostenpflichtigen Stunden gehört der PC dann dem Nutzer. "Das wirkliche Ziel bei FlexGo ist, den Traum vom eigenen, voll funktionsfähigen PC zu erfüllen", erläutert Mike Wickstrand, Director für Product Management bei der Market Expansion Group bei Microsoft.

Abgerechnet wird über Prepaid-Karten. Für die Länder Vietnam, Ungarn, Slowenien, Indien und Brasilien ist eine zusätzliche FlexGo-Preisvariante geplant, bei der der Computer nur bei Zahlung einer festen Monatsrate genutzt werden kann. Zahlt der Kunde nicht, wird der PC automatisch gesperrt. Microsoft will mit Pay-As-You-Go den Erfolg ähnlicher Business-Modelle im Mobilfunkgeschäft wiederholen und gleichzeitig die Zahl der Raubkopien seiner Software eindämmen. Denn in den Entwicklungsländern nutzen derzeit 72 % der Mobiltelefonierer ein Prepaid-Handy und sind mit dem Ablauf vertraut.



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