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Green IT
von wolfgang am 07.12.07

Wenn morgen zur Tagesschauzeit für 5 Minuten in Deutschland symbolisch das Licht ausgeschaltet wird, um auf die Klimakatastrophe hinzuweisen, warnen nicht nur die Energiekonzerne vor unvorhersehbaren Folgen für das Stromnetz durch den plötzlichen Spannungsabfall.
Auch eine Reihe von Umweltinitiativen halten die Licht aus-Aktion von BILD, BUND, Greenpeace, WWF, Google und ProSieben für relativ nutzlos und Augenwischerei. Mit ihrer Kampagne "Licht an" machen sie allerdings den nächsten Schritt und empfehlen praktische Schritte zum Klimaschutz:
1. Nutzen Sie die fünf Minuten, in denen das Licht ausgeschaltet ist, um alte Stromfressbirnen heraus- und klimaschonende Energiespar- lampen hineinzuschrauben. Das erspart der Atmosphäre bei zehn ersetzten 100-Watt-Birnen jedes Jahr 335 kg CO2. Und senkt nebenbei Ihre Stromrechnung um 50 - 100 Euro. Energiesparlampen bekommen Sie in jedem Baumarkt oder - ganz preiswert - im Zehnerpack hier.
2. Wenn Sie dann das Licht wieder angeschaltet haben: Füllen Sie doch einen Wechselantrag zu Ökostrom aus. Das ist genau so einfach, wie eine Urlaubskarte zu schreiben. Es verringert Ihren jährlichen CO2-Ausstoß um zwei Tonnen. Sie zeigen damit den großen Energieversorgern wie E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall die rote Karte, die den größten Teil ihres Stroms immer noch klimaschädlich erzeugen, z.B. in Kohlekraftwerken. Und tun Sie Ihrem Portemonee einen Gefallen, denn nach den jüngsten Preiserhöhungen vieler Energieversorger sparen Sie mit Ökostrom oft sogar noch Geld. Hier haben wir für Sie Wechselformulare zu den vier großen bundesweiten Ökostrom-Anbietern zusammengestellt.
3. Beteiligen Sie sich an den Protesten der Klima-Allianz am 8. 12. - denn wirksamer Klimaschutz lässt sich nur durchsetzen, wenn es politischen Druck aus der Bevölkerung gibt. Weitere Infos: hier.
4. Schreiben Sie eine Mail an Angela Merkel, und fordern Sie von Ihr mehr Mut beim Klimaschutz. Einen Text, den Sie gern ändern und ergänzen können, haben wir hier bereits vorbereitet.
5. Und wenn Sie mögen, können Sie sich mit einem Klick hier bei Kai Diekmann, dem Chefredakteur der Bild, für die Aktion "Licht aus!" bedanken. Und ihn zu weiteren Schritten ermuntern.
Ich finde diese Aktion von taz, attac, NABU, Robin Wood, Grüne Liga, jetzt.de, campact.de, wir-klimaretter.de und vielen anderen für recht gelungen. Statt nur über die "komische Allianz" von BILD, Google, ProSieben, Greenpeace, WWF und BUND zu schmollen und ihr eine Alibi-Funktion vorzuwerfen (und dann selbst nichts zu tun), wird der grundsätzlich ja positive Ansatz aufgegriffen und weiterentwickelt. Vielleicht kommen dadurch ja einige BILD-Leser, ProSieben-Zuschauer oder Google-User ins Nachdenken und gehen den nächsten Schritt zur Veränderung ihres Verhaltens.
Permalink: Licht aus - oder doch lieber an?
Tags:
Licht+Aus
Klimaschutz
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Wong
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