Kosteneinsparung treibt die "grüne IT" an

Kosteneinsparung treibt die "grüne IT" an

Während auf der indonesischen Insel bali heute die Klimakonferenz der Vereinten Nationen mit einem dringenden Appell zu neuen Klimaschutzmaßnahmen eröffnet worden ist, haben sich die Marktforscher von IDC in Wien auf dem ersten "Green IT Day" mit dem Beitrag der Informationstechnik zur Rettung des Weltklimas beschäftigt. Ziel war es, IT-Managern das Thema "Green IT" näher zu bringen und Möglichkeiten zum energieeffizienterem Einsatz von Computertechnologien aufzuzeigen.

"Das Feedback war überraschend gut. Es hat sich gezeigt, dass nicht nur die Kostenkomponente zählt, sondern auch die ökologische Komponente vor allem bei IT-Anwendern größer ist als bisher angenommen", bilanziert Joachim Seidler von IDC Ã-sterreich. Noch stehe aber vor allem das Kosteneinsparungspotenzial im Mittelpunkt – etwa durch Serveroptimierung, energiesparende Storagelösungen, grüne Datenzentren, Virtualisierung und insgesamt eine höhere Energieeffizienz.

In Wien vorgestellt wurde auch die "IDC-Green-Survey". Danach achten bereits mehr als die Hälfte der Kunden bei der Wahl des IT-Anbieters darauf achten, wie "grün" dieser ist. "Einerseits geht es hier darum, ob die angebotenen Lösungen umweltfreundlich sind und andererseits darum, ob das Unternehmen selbst grün ist. Bislang treten aber selten beide Komponenten gemeinsam auf", meint Seidler. Knapp 80 Prozent der IT-Manager gaben in der Befragung an, dass das Thema "grüne IT" innerhalb ihres Unternehmens eine zunehmend wichtigere Rolle spielt.

Die Ã-sterreichische Energieagentur hat in einer aktuellen Studie nachgewiesen, das der Stromverbrauch in Büros und Rechenzentren heute bereits maßgeblich von Servern und deren Infrastruktur beeinflusst wird. Dazu zählen Kühlung, Stromversorgung und Netzwerkkomponenten. Der Stromverbrauch von Server-Hardware und Infrastruktur macht demnach 1,5 Prozent des gesamten Stromverbrauches innerhalb der EU aus, dies entspricht Energiekosten von rund sechs Mrd. Euro.

"Die Zunahme des Energiebedarfs kann schon mit moderaten Maßnahmen zur Unterstützung von Energieeffizienz im Bereich der Server-Hardware und Infrastruktur reduziert werden", betonte Bernd Schäppi, Mitarbeiter der Energieagentur im Bereich Energietechnologien und -systeme. Damit könnte der Energieverbrauch bis 2011 um rund ein Viertel reduziert werden, mir verschärften Maßnahmen sogar um 50 bis 60 Prozent. Die Virtualisierung von Servern biete beispielsweise ein Einsparungspotenzial von 50 bis 80 Prozent, der Einsatz von Power-Management könne rund 20 Prozent des Energieverbrauchs einsparen.

Werden jedoch keine entsprechenden Maßnahmen gesetzt, wird sich der Stromverbrauch von Servern und deren Infrastruktur innerhalb der EU – so seine Warnung – zwischen 2006 und 2011 beinahe verdoppeln.


Posted on Montag, Dezember 3rd, 2007 at 16:42 and is filed under Green IT. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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