Kleinanzeigenmärkte 2.0 boomen

Kleinanzeigenmärkte 2.0 boomen

Seit heute ist "So Zeug" online und am Wochenende haben elf Zeitungen der fünf großen Regionalverlage aus dem Rheinland Kalaydo (der Name kommt von "Kaleidoskop") ins Netz gestellt. Dann gibt es seit ein paar Tagen ja auch noch die Craigslist-Kopie heisetreff und die Kostenlos-Plattform Kijiji. Der neue Gratis-Anzeigendienst Expo von Microsoft wird ebenfalls über kurz oder lang ins eBay-Land Germany finden. Erleben wir also eine Renaissance der E-commerce-Plattformen für die Massen?

Während Exciting Commerce in Kalaydo einen "verzweifelten Versuch aus dem Rhein-/Ruhrgebiet" sieht, der "definitiv chancenlos ist", bewertet Michael Jung im e-commerce-blog.de das Ganze deutlich positiver: Interessant ist das Pricing, eine Stellenanzeige kostet 11,60 EUR, wer ein Auto verkaufen möchte zahlt 3,99 Euro und Kleinanzeigen für den Verkauf von Krimskram sind sogar kostenlos. Letzteres geht klar gegen Ebay, denn hier kann man seinen Artikel mit beliebig vielen Bildern ausstatten, keine Einstellgebühren, keine Verkaufsprovisionen – und wenn der Artikel mal nicht weggeht, kann man ihn immer noch bei Ebay versteigern.

Auch mein Eindruck von der neuen Plattform ist eher positiv. Sie verfügt über eine gante Reihe interessanter Features – vom Tracking der Zugriffe auf die Kleinanzeigen über die E-Mail-Benachrichtigung, wenn ein bestimmes Angebot reingekommen ist, bis hin zur Stadtplan-Anzeige. Der größte Pluspunkt ist aber – neben der räumlichen Nähe – die schiere Masse an Annoncen. Durch die Kooperation mit den beteiligten Tageszeitungen konnte kalaydo.de schon zum Start über 50.000 Kleinanzeigen in den Rubriken "Stellen", "Auto", "Immobilien" sowie "Marktplatz" vorweisen. Das Ziel "eine Million regelmäßige Nutzer bis zum Jahresende" erscheint da gar nicht so unrealistisch.


Posted on Dienstag, März 21st, 2006 at 17:02 and is filed under Web 2.0. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

One Response to “Kleinanzeigenmärkte 2.0 boomen”

  1. peter sagt:

    Die einzige Craigslistcopie hierzulande ist wohl eher http://www.Stadtlist.de. Die anderen würde ich alle als industrielle Schwergewichte bezeichnen.

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