Internet quo vadis?

Internet quo vadis?

Vor vielen Jahren hat mit gegenüber jemand die Aussage getroffen, das Internet sei die am meisten überschätzte und die am meisten unterschätzte Sache zugleich.

Damals wie heute berührt mich diese Aussage – heute vielleicht sogar etwas mehr als früher. Es gibt unstrittig zahllose Entwicklungen die ohne Internet undenkbar wären und die einen großen Einfluss auf unseren Alltag haben.

Angefangen bei der allgegenwärtigen Suchmaschine Google, über die diversen Online-Dienste bis hin zu der mittlerweile atemlos schnellen Kommunikation. Besonders stark wird heute deutlich, dass wir in einem Informationsangebotszeitalter leben. Ein überwältigendes Informationsangebot macht die Informationsbeschaffung schwerer denn je. Es geht nicht mehr darum die Informationen zu sammeln und überhaupt zu erhalten, sondern nur noch darum, eine vernünftige Selektion vorzunehmen, um am Ende nicht unwissend da zu stehen.
Das hat Auswirkungen. Jedes Unternehmen "braucht" einen internetauftritt, jedes Produkt "muss" entsprechend gute Kritiken im allgegenwärtigen Informationspool haben. Ein Markführer sollte – bittesehr – doch ziemlich weit oben auf der Seite mit den Fundstellen stehen und seien Anspruch zu genügen usw. usf.

Ein IT-Verantwortlicher weiß darum und hat damit tagtäglich zu tun. Da werden höchste Prioritäten in einen Internetauftritt (finanziell, personell) gesetzt, der das Unternehmen… ja was denn eigentlich.

Im krassen Gegensatz zu dieser Wichtig-Wichtig-Denke steht die schier unglaubliche Unkenntnis und Gleichgültigkeit in weiten Teilen der Bevölkerung der Informationsverarbeitungs- und Kommunikationstechnologie gegenüber.

Gestern gab es hier in der Region einige Ausfälle bei den Telekommunikationsdiensten und auch Internetzugänge waren betroffen. Mir wurde deutlich, dass wir wenigstens eine Art Backup benötigen um in solchen – zugegeben seltenen – nicht handlungsunfähig zu werden. Wichtige Daten beispielsweise müssen in papiergebundener Form oder zumindest lokal verfügbar sein. Dem aktuellen immer-alles-online-Trend zum Trotze.

Das verwendete creative commons cc-by-sa 2.5 Lizenz.

Eike Elser 21.08.2007


Posted on Dienstag, August 21st, 2007 at 18:55 and is filed under Freistil. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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