IDC-Studie: Enterprise 2.0 lässt noch auf sich warten
abgelegt im Archiv Web 2.0 am 10.07.07
In letzter Zeit habe ich ja wenig zum eigentlichen Thema dieses Weblogs geschrieben.
Aber jetzt ist mir eine Studie des Analystenhauses IDC ins Postfach geschneit, über die es sich vielleicht zu bloggen lohnt. Die Marktforscher haben im Auftrag von Siemens Enterprise Communications CIOs und IT-Leiter von 100 Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich und Großbritannien über die Rolle der Kommunikationstechnologie in ihrer Firma befragt.
75 Prozent der Umfrageteilnehmer verfügen danach heute nicht über die Kommunikationstechnologie, die sie benötigen, um ihre Produktivität zu steigern, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die IT- und Kommunikationskosten zu senken. 68 Prozent der befragten Entscheider glauben jedoch, dass der Anteil an mobilen Angestellten im Unternehmen zunehmen wird. 43 Prozent gehen davon aus, dass die Anzahl der virtuellen Teams im Unternehmen steigen wird. Ein beträchtlicher Prozentsatz ist zudem der Ansicht, dass in ihrem Unternehmen die Zahl der Teleworker wachsen wird, die Rolle von globalen WANs (Wide Area Networks) zunimmt und dass es in Zukunft immer mehr Möglichkeiten geben wird, Kunden über verschiedene Wege zu erreichen.
"Virtuelle Teams benötigen die entsprechende Technologie, um mobiler und dynamischer zusammenarbeiten zu können. Fragmentierte Kommunikationslösungen werden deshalb zu einem immer größeren Risikofaktor für Unternehmen, die ehrgeizige Ziele wie Produktivitätssteigerung und höhere Wettbewerbsfähigkeit bei gleichzeitiger Kostensenkung erreichen wollen und müssen", zieht Pim Bilderbeek, IDC Vice President Consulting für Telekommunikations- und Netzwerk-Forschung in Europa ein Fazit aus der Befragung. Sein Ratschlag: "Unternehmen benötigen eine offene Kommunikationsumgebung, die Unified Communications und IT-Plattformen zusammenbringt, die Kommunikation in die die Geschäftsprozesse integriert und damit weitere Rationalisierungspotenziale erschließt."
Durch die Ergebnisse der Studie sieht Bilderbeek auch ein Konzept bestätigt, das er als "Enterprise 2.0" bezeichnet. Darin werden Technologien aus dem Web 2.0 mit Unified Communications zusammengeführt und in bestehende horizontale und vertikale Geschäftsanwendungen eingebracht. So wird nach Ansicht des IDC-Analysten "ein völlig neues Arbeiten" möglich: "Networking-Tools im Unternehmen lassen Mitarbeiter zum Beispiel schneller und leichter Kollegen finden, die ihnen mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung Hilfestellung leisten, um dadurch eine Aufgabe schneller und effizienter lösen zu können."
Siemens Enterprise Communications verfolgt mit seiner Open-Communications-Strategie einen ähnlichen Ansatz. Sie soll Unternehmen dazu befähigen, eine "Enterprise 2.0-Arbeitsumgebung zu schaffen, in der Team-Mitglieder schneller und effizienter zusammen arbeiten können, Informationen und Experten rascher finden und mehr Aufgaben in weniger Zeit schaffen - an jedem Ort, zu jeder Zeit und mit jedem Endgerät, das der Situation oder ihrer persönlichen Vorliebe am besten entspricht". Basis dafür ist Softswitch HiPath 8000, der auf offenen Standards basiert und damit die Integration in jede vorhandene IT- und Kommunikationsinfrastruktur ermöglicht.
"Ohne die Funktionalitäten einer offenen Kommunikationsumgebung wie beispielsweise Unified Communications, Fixed-Mobile-Convenience oder die Integration der Kommunikation in die Geschäftsprozesse bleiben Unternehmen hinter dem Wettbewerb zurück - mit ernsten Folgen für Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre", befürchtet Thomas Zimmermann, der COO von Siemens Enterprise Communications. Eine offene Kommunikationsumgebung eröffne hingegen "neue Dimensionen der Produktivität, Reaktionsschnelligkeit und Effizienz."
Die komplette IDC-Studie "Die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen durch Kommunikationskonvergenz" steht unter
www.siemens.de/open/whitepapers zum Download bereit.

Tags: Open+Communications IDC Siemens+Enterprise+Communications Enterprise+2.0
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