IBM: Big Blue jammt in Richtung Web 2.0

IBM: Big Blue jammt in Richtung Web 2.0

Auf der Handelsblatt-Jahrestagung "Strategisches IT-Management", die letzte Woche in Bonn stattgefunden hat, ging die IBM-Managerin Elisabeth Smith ausführlich auf das Thema Web 2.0 ein. Die Verantwortliche für "Infrastructure Access Services" bei big blue beschrieb dabei auch den Einsatz entsprechender Technologien in ihrem Unternehmen. "Der Reifegrad von Blogs oder Wikis wird bei uns daran gemessen, wie gut entsprechende Anwendungen die Mitarbeiter dabei unterstützen, die wichtigen im Unternehmen vorhandenen Informationen zu finden, zu verknüpfen, und zu neuen Entscheidungsgrundlagen zu machen", erläuterte sie.

Oft kämen auch gute Ideen über öffentliche Blogs oder Wikis auch von außerhalb des Unternehmens. Derzeit werde bei IBM noch diskutiert, inwieweit Einträge von Partnern oder Kunden zusammengefasst und an die richtigen Stellen im Unternehmen gebracht werden können. Sicher aber sei, dass Kunden über Web 2.0-Techniken direkter, umfassender und integrierter angesprochen werden könnten. Als Beispiel nannte Elisabeth Smith ein Portal, das IBM für den Kunden Volkswagen gebaut hat und über das Vertrieb und Kunden kooperieren können. Das Ergebnis laut Smith: 20 % Wertzuwachs für den Wolfsburger Autobauer.

Bei IBM selbst sind Blogs und Wikis, aber auch Web 2.0-Anwendungen auf Basis der hauseigenen Software Sametime 7.5, laut der Managerin mittlerweile "erprobte Werkzeuge, mit denen das Unternehmen Produkte und Services entwirft oder Marketingstrategien entwickelt". Mit so genannten "Jams" (z.B. "Innovation Jam" oder "Company Jam") werde sowohl die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens als auch die mit Kunden massiv gefördert. Ein "Jam" ist eine virtuelle, webgestützte Diskussion, bei der "Best practice"-Ideen generiert, eingesammelt und demokratisch ausgewählt werden. Bei Big Blue haben diese unternehmensweiten Brainstorming-Aktionen bereits Tradition. Jetzt werden sie durch so genannte "Mash-Ups" unterstützt, die mehrere Web2.0-Applikationen verbinden und – so Elisabeth Smith – zusätzlichen Mehrwert erzeugen.


Posted on Sonntag, Februar 4th, 2007 at 03:58 and is filed under Web 2.0. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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