Hop oder Top?

In der Arbeitswelt geht es nicht nur um Aufgaben und Gehälter sondern in ganz besonderem Maße um den Ruf und die Stellung, die jemand im Unternehmen innehat oder eben nicht.
Wie weiland Napoleon konstatierte führt man "an bunten Bändern". Das bedeutet nichts anderes, als das Menschen empfänglich für Auszeichnungen, Titel und weitere Persönlichkeitsprothesen (der Parkplatz in der Nähe des Eingangs, das Büro mit der großen Topfblume) sind.
Die ganze geschichte mag ja noch angehen, wenn da nicht das Problem wäre, dass manche hochtrabende klingende Stellenbeschreibung de fakto nichts mit der "gefühlten" Position im Unternehmen zu tun hat. Die leitende Position eines Angestellten zeichnet sich nicht durch einen hübschen Jobtitel aus sondern ganz handfest durch Endscheidungsfreiräume und Unterstellungs-/Weisungsverhältnisse und Verantwortungsbereiche.
Da wird aus dem Customer-Manager beim näheren Hinsehen schnell ein Telefonist in der Kundenakquise auch Call-Center-Agent genannt. Ob nun in leitender Position oder nicht, die ganze Geschichte hat arbeitsrechtliche Konsequenzen. Ob der so gut klingend benannte CIO nun ein "echter" leitender Angestellter ist oder eben nicht ist dann im Einzelfall zu klären.
Bei Monster.de findet sich zu diesem Thema eine interessante Abhandlung. Vielfach ernüchternd wird die dort ebenfalls angebotene Checkliste sein.