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Holtzbrinck-Verlag schluckt golem.de

abgelegt im Archiv Web 2.0 am 04.07.07

Holtzbrinck-Verlag schluckt golem.de
Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ("Handelsblatt", "Wirtschaftswoche", "Die Zeit") ist weiter auf Einkaufstour im Web: Ihre Tochter Holtzbrinck eLAB übernimmt die beiden Special-Interest-Portale der Netzeitung-Gruppe - Netdoktor.de und Golem.de - von der Deutschen Zeitungsholding.

Wenn das Kartellamt nichts dagegen hat. Im eLAB-Weblog ist dazu allerdings noch nichts zu finden. Aber die Überschrift des letzten Postings "Man kann nicht nicht kommunizieren" passt sehr schön. Andererseits ist das bisherige Schweigen nicht so verwunderlich, da Holtzbrinck ja inzwischen fast jeden Tag irgendeine Web 2.0-Plattform kauft und es deshalb laufend was zu berichten gäbe.

Wobei Golem.de mit heute - nach Eigenangaben - einer Million Unique-Usern pro Monat eher ein Urgestein des Web ist. "Mit seiner in der IT-Branche bekannten und angesehenen Marke, dem seit Jahren erfolgreichen und qualitätvollen Newsportal sowie dem erfahrenen Gründerteam ist golem.de gut gerüstet für eine inhaltliche und technologische Weiterentwicklung, die wir konstruktiv begleiten wollen. Natürlich sehen wir eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten mit bestehenden Angeboten bei eLAB und in der Verlagsgruppe von Holtzbrinck", sagt Dr. Stephan Roppel, Geschäftsführer von Holtzbrinck eLAB, den bei solchen Gelegenheiten üblichen Spruch.

Ähnliches war schon einmal zu hören, als der norwegische Orka-Verlag im Jahr 2005 das News-Portal zu 100 % übernommen hatte. "Golem.de ist ein hervorragend gemachtes, journalistisches Produkt. Christian Klaß und Jens Ihlenfeld haben eine Seite aufgebaut, die zum Besten zählt, was es im IT-News-Bereich in Deutschland gibt. Wir werden Golem.de weiter stärken und freuen uns, dass die Gründer und ihr engagiertes Team an Bord bleiben", sagte damals Dr. Michael Maier, Ex-Chef von Orkla Media Deutschland.

Turi2 weiß über die beiden golem-Gründer natürlich schon wieder mehr: "Verleger ohne Druckmaschinen, Papier und Vertrieb waren Christian Klaß und Jens Ihlenfeld. Sie publizieren seit acht Jahren im Web unter golem.de IT-News für Profis. Ihr Vermarktungspartner adlink holt genug Anzeigen aus der Computerbranche rein, um insgesamt acht festangestellte Mitarbeiter zu ernähren. Auf Vertriebserlöse verzichtet die Klaß & Ihlenfeld Verlag GmbH mit Sitz in Berlin vollständig. Der Weiterverkauf von Inhalten unter anderem an den Weka-Verlag in Bad Kissing und Anzeigeneinnahmen über das Google-Partnerprogramm AdSense fallen kaum ins Gewicht".

Na, da bin ich mal gespannt, wie Holtzbrinck den - nicht näher genannten - Verkaufspreis wieder reinholt. Aber bei StudiVZ scheint es ja, trotz allen Unkenrufen, auch zu funktionieren.

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Tags: golem.de  Holtzbrinck  Verlag 

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