Grüne IT: Umweltbewußtsein nur Nebeneffekt

Der aktuelle "Green Data Center Report" des Sicherheitssoftwareherstellers Symantec brachte (wieder einmal) recht Widersprüchliches hinsichtlich des Ã-ko-Bewußtseins der CIOs zu Tage: Zwar sind sich 85 Prozent der Befragten darin einig, dass die energieeffizienz ihrer Rechenzentren gesteigert werden muss – vor allem aus Kostengründen. Dennoch gaben nicht einmal vier von zehn Studienteilnehmern (38 Prozent) an, derzeit den Energieverbrauch ihrer Data Center kontinuierlich zu überwachen.
Aber immerhin wollen sie was tun. Gut jeder Zweite (51 Prozent) plant, zunächst einmal die Server zu konsolidieren. 47 Prozent setzen auf Server-Virtualisierung. Auch Storage Resource Management, Server Management und Datendeduplizierung wurden als Maßnahmen genannt. 44 Prozent der Befragten erklären, dass sie demnächst ältere Hardware durch neue energieeffizientere Technologien ersetzen werden. 39 Prozent versicherten, Alt-Geräte nicht einfach wegzuschmeißen, sondern zu recyclen.
Interessant auch die regionalen Unterschiede: Während die Frage nach der Existenz einer "Green Data Center-Strategie" von 60 Prozent der asiatischen Unternehmen bejaht wurde, verfügen darüber nur 55 Prozent der europäischen Firmen. Und die Amis waren hier mit 34 Prozent deutlich abgeschlagen. Ernüchterndes Fazit der Studienautoren: "Umweltbewusstsein ist bei grünen Strategien wohl nicht mehr als ein positiver Nebeneffekt".