Google-Chef Eric Schmidt: Cloud-Computing statt Web 2.0

Google-Chef Eric Schmidt: Cloud-Computing statt Web 2.0

In einem großen Handelsblatt-Interview äußert sich Google-boss Eric Schmidt heute zur Strategie des Suchmaschinenbetreibers. Und prägt ein neues Buzzword: Cloud-Computing.

"Eigentlich hasse ich den Begriff Web 2.0, weil das ein reiner Marketing-Begriff ist. Er erweckt einen falschen Eindruck. Aber natürlich ist das, was gerne Web 2.0 genannt wird, sehr real. Dahinter stehen die Veränderungen der Architektur des Internets und der Computertechnik in den letzten fünf Jahren. Ich würde das lieber als Cloud Computing bezeichnen", sagte der Google-Chef.

Und was versteht er unter diesem "wolkigen" Begriff: "Jahrelang war immer die Rede davon, dass wir bald nur noch ein Gerät für alle Daten und Kommunikationsbedürfnisse haben werden. Das ist falsch. Wir werden viele Geräte haben, aber alle werden auf die gleichen Informationen zugreifen können. Die werden in der Cloud, der Wolke, gespeichert sein, in gewaltigen Datencentern im Internet."

Bei der "Rückkehr der Mainframes" (die laut Schmidt einer der zentralen Trends im Jahr 2007 sein wird), will Google natürlich mit vorne dabeisein. Vor allem kleine Unternehmen sind dabei die Zielgruppe. "Was braucht man heute, um ein Unternehmen zu starten? Telefone, PC und Google. Mit Google haben sie eine E-Mail-Adresse, können sie ihre Rechnungen schreiben und für sich werben. Sie brauchen nicht mal mehr einen Server-Computer. Das wäre noch vor drei Jahren unmöglich gewesen", beschreibt Eric Schmidt seine Zukunftsvision.

Da wird dann wohl auch das angekündigte Google Drive (GDrive) hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen.


Posted on Freitag, Dezember 22nd, 2006 at 14:44 and is filed under Strategie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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