Google Base: Angriff auf die Online-Kleinanzeigenmärkte?
abgelegt im Archiv Web 2.0 am 31.05.06
Ab heute ist auch in Deutschland die Online-Handelsplattform Google Base in einer Beta-Version verfügbar. Die kostenlose Webdatenbank kann mit beliebigen Inhalten gefüllt werden: Von Artikeln über Kleinanzeigen bis Jobangeboten. Einige Bereiche werden zwar vorgegeben, aber diese lassen sich beliebig erweitern.
Da es keinerlei Beschränkungen bei den Datenarten gibt, lassen sich z.B. auch Termine für Kongresse, Weiterbildungskurse, Messen oder Events in Google Base eingeben. Ebenso Kochrezepte, Bastelanleitungen, biografische Daten oder Empfehlungen für Filme, Musik-CDs oder DVDs. Alle Datenbankeinträge können mit "Tags" (Schlagworten) versehen werden, damit diese von anderen Nutzern leicht gefunden werden können.
Neben der Eingabe einzelner Daten verarbeitet Google Base auch XML-Dateien, um einen großen Schwung an Informationen auf einen Schlag in die Datenbank einpflegen zu können. In den USA, wo es den Dienst schon seit einigen Monaten gibt, werden etwa in der Kategorie "Autos" 4,26 Millionen Fahrzeuge oder Fahrzeugteile angeboten - meist von großen Online-Händlern. Auch die Tageszeitung "New York Times" hat Tausende ihrer Immobilienanzeigen eingestellt, um deren Reichweite im Internet zu erhöhen.
"In Deutschland starten wir mit den Kategorien Jobs und Rezepte, da wir denken, daß hier Inhalte besonders schnell eingestellt werden. Weitere Kategorien werden aber bald folgen", kündigte die Google-Managerin Rachel Whetstone zum Start an. Zur Nutzung des Dienstes benötigt man ein kostenloses Google-Konto oder alternativ einen Gmail-Zugang. Die in der Datenbank enthaltenen Informationen können auch über die normale Google-Suche, Google Maps sowie über die Produktsuche Froogle gefunden werden
Auch wenn schon länger darüber spekuliert wird, dass Google Base den etablierten Online-Kleinanzeigenmärkten und vor allem eBay das Wasser abgraben soll, äußert sich der Suchmaschinenbetreiber selbst eher zurückhaltend. "Unser Ziel ist ausschließlich, mehr Informationen online zu stellen", betonte Rachel Whetstone. Und im Google Base Blog heißt es dazu: "Die Starts von Google Base in Deutschland und Großbritannien sind zwei weitere Schritte auf unserem Weg, eine leicht durchsuchbare Datenbank aller strukturierten Informationen dieser Welt zu schaffen". Da die Nutzer den Informationen Attribute wie Farbe, Größe oder Ort zuweisen könnten, ließen sich die Informationen nun leichter finden als bisher. Für den Online-Handel fehlt Google Base derzeit vor allem eine integrierte Bezahlfunktion. Aber das kann ja auch noch werden.
Der RSS-Blogger meint, dass Google Base "von vielen ja fälschlicherweise als Kleinanzeigen-Markt und Ebay-Konkurrent eingestuft" wird. Dieser Meinung sei er allerdings nie wirklich gefolgt, denn dieser Service habe einen ganz anderen Ansatz. "Google Base ist wie der Name schon sagt eine Datenbank, die Google zur Verfügung stellt und in die sich mit Hilfe von Bulk-Uploads, also Uploads in großen Mengen, eigene Daten hochladen lassen", schreibt er. Und hat dafür auch zwei Beispiele parat: Eine Rezeptesammlung mit über 10.000 Kochrezepten und Jobangebote der Bundesagentur für Arbeit (sogar mit 160.000 Einträgen).

Tags: Google Base google base news google+base base+angriff social+networking
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Kommentar von:
RSS BLOGGER
Google-CEO Eric Schmidt hat nun den Vermutungen und Spekulationen rund um Google Base bzgl. einer ebay Konkurrenz eine Absage erteilt, wie Golem meldet.
Google Base gibts ja seit ein paar Tagen endlich auch auf Deutsch. Ich hatte selbst in die engli...
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