Gartner: Warnung vor Zeitumstellung in den USA

Das beratungsunternehmen Gartner warnt vor weltweiten IT-Problemen ab dem 11. März, da in den USA wegen des "Energy Policy Acts" die Sommerzeit erstmals knapp einen Monat früher beginnt. Die Uhren werden ab 2007 nicht mehr – wie in Europa und anderen Gegenden der Welt – am ersten Sonntag im April eine Stunde vorgestellt, sondern am zweiten Sonntag im März. Auch der Stichtag für die Rückkehr zur Winterzeit verschiebt sich in den USA. Er ist nun nicht mehr der letzte Sonntag im Oktober, sondern der erste Sonntag im November.
Konkret bedeutet diese Veränderung, dass die Differenz zwischen New York und Mitteleuropa in der Übergangsphase sieben statt sechs Stunden beträgt. Dieser Alleingang der Amerikaner kann laut den Gartner-Analysten auch die IT-Prozesse in deutschen Firmen empfindlich stören. Als Beispiele nennen die Berater unter anderem falsche Kalenderdaten sowie Lücken in Fahr- und Flugplänen, Zahlungsverzögerungen wegen fehlerhafter Buchungszeiten, versäumte Fristen und Störungen der Sicherheitsprogramme.
Zwar handelt es sich laut Gartner "um ein kleines Problem verglichen mit der Einführung des Euro oder der Jahrtausendwende". Trotzdem sollte es nicht unterschätzt werden. Zumal diesmal eher abgewiegelt wird. Gerade die Angst vor einer übersteigerten Panik wie 2000 machen die Berater aber als eine Ursache aus, warum führende IT-Anbieter die möglichen Effekte herunterspielen.
Der Rat der Experten an die Unternehmen: Vorausschauend planen und sich um Schutz kümmern. Denn die Standardlösungen reichten häufig nicht aus. Bei anwendungsspezifischen Korrekturen über Betriebssysteme oder Java beispielsweise komme es z.B. vor, dass neu eingegebene Daten zwar richtig sind, aber im System bereits vorhandene Terminpläne falsch erscheinen.
Ein besonderes Problem ist laut Gartner auch veraltete Software, für die keine Updates verfügbar sind. Firmen, die damit arbeiten, müssten diese entweder manuell überarbeiten oder ganz schnell auf aktuellere Versionen umsatteln.
Zwei Dinge sollten die Firmen in jedem Fall tun: ihre Mitarbeiter frühzeitig über das Zeitumstellungsproblem informieren und darauf achten, dass die IT-Support-Abteilung am 11. und 12. März einsatzbereit ist.