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CeBIT 2006
von wolfgang am 10.03.06

Das Origami-Projekt von Microsoft war gestern das zentrale CeBIT-Thema. Die "Ultra Mobile PCs" wurden auf drei großen Pressekonferenzen und zahllosen One-to-One-Gesprächen vorgestellt, außerdem bekam die Bundeskanzlerin bei ihrem Messerundgang ein solches Gerät in die Hand gedrückt.
Jetzt ist auch beim taiwanesischen Hardware-Produzenten Via Technologies (Halle 13, Stand D04) ein "Origami" aufgetaucht. Dieses Unternehmen kooperiert ebenfalls mit Microsoft, stand bisher aber im Schatten der Marketingmaschinerie von Intel. Der Begriff "Ultra Mobile PC" (UMPC) wird bei Via übrigens nicht benutzt, da er wohl nur für "Intel inside"-Geräte verwendet werden darf.
Der auf der CeBIT gezeigte "Smart Caddie" stammt nicht von Via selbst, sondern vom japanischen Hersteller PBJ. Das ist durchaus Absicht, denn die Taiwanesen wollen - ähnlich wie Intel - nur die Plattform für die kleinen Tablett-PCs liefern. Produziert und unter eigenem Namen vertrieben sollen die Geräte mit integriertem WLAN und Bluetooth dagegen von anderen Firmen. Der große Vorteil gegenüber der UMPC-Plattform von Intel besteht laut Via in der längeren Laufzeit (2,5 Std.), wesentlich günstigeren Preisen und die direkt in die CPU integrierte Sicherheitstechnologie "PadLock".
PasswordSitter als Gedächtnisstütze
Bis zu zehn Passwörter müssen sich Mitarbeiter eines Unternehmens heutzutage merken. Dazu kommen Zugangscodes für den privaten Bereich, wie Online-Einkauf, E-Mail-Abruf und mehr. Aus Sicherheitsgründen sollen diese auch noch möglichst oft geändert werden. Kein Wunder, dass da auch das beste Gedächtnis mal streikt.
Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt (Halle 9, Stand B36) hat deshalb ein Tool entwickelt, mit dem man alle Zugangsinformationen verwalten kann und sich trotzdem nur noch ein Passwort merken muss. Dieser "PasswordSitter" sorgt für hohe Sicherheit, indem er die Passwörter nirgends speichert, sondern sie bei Bedarf neu generiert.
Er ist webbasiert und lässt sich per Browser über Intranet oder Internet geräteunabhängig nutzen. Ob am heimischen PC, am Arbeitsplatz oder im Internet-Café auf mallorca - das Programm gewährt weltweit sicheren Zugang. Dank Java-Einsatz eignet sich der Passwort-Hüter auch für die Nutzung mit PDA oder Handy.
Fingerabdruck öffnet die Haustür
Notorische Schlüsselverlierer aufgepasst: Auf der CeBIT 2006 stellt die Chinus Technology Co. Ltd. Aus dem chinesischen Changzhou ihr neues Türsicherungssystem "Fingerprint Lock" vor. Schlüssel sind damit künftig überflüssig. Zum Öffnen der Türen reicht der richtige Fingerabdruck.
Wie bei herkömmlichen Schließanlagen verfügt das System zwar über Schloss und Türklinke, doch anstelle eines Schlüssellochs ist ein Display installiert. Nur wer hierauf den richtigen Fingerabdruck hinterlässt, kann die Tür öffnen.
Das System soll passend für alle gängigen Türen sein.
Damit es sich auch für Mehrfamilienhäuser eignet, ist es so programmierbar, dass es verschiedene Abdrücke erkennt. Darüber hinaus kann "Fingerprint Lock" natürlich auch in die Alarmanlage integriert werden.
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Wong
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