Frischer Wind im Web 2.0 mit Google Base und Mashups

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Mashups sind derzeit ein großes Thema in der Web 2.0-Diskussion. Diese Websites oder Anwendungen führen die Inhalte aus verschiedenen Internet-Quellen nahtlos zu einem integrierten Benutzererlebnis zusammen. Google will noch vor Weihnachten in den USA eine solche Applikation für den Festtagseinkauf einführen. Sie ermöglicht es, Einzelhandelsgeschäfte in der Nähe des eigenen Standortes zu finden, die ein bestimmtes Produkt zu einem günstigen Preis vorrätig haben. Dafür werden die Regionalsuche Google Local, der Kartendienst Google Maps, die Produktsuchmaschine Froogle und die neue Datenbankanwendung Google Base miteinander kombiniert. Neben der bisher schon üblichen Auflistung der Läden sind nun deren jeweiligen Standorte auch auf einem Stadtplan zu sehen. Dabei zeigt die Suchmaschine nur Filialen an, die das gewünschte Produkt auch tatsächlich auf Lager haben. Die Verknüpfung mit Google Base informiert bei der Suche nach bestimmten Produkten zusätzlich auch über private Anbieter, die diese aus zweiter Hand in der Nähe anbieten.

Das kürzlich gestartete Google Base wurde bisher in erster Linie als Angriff auf den Kleinanzeigenmarkt der Printmedien gewertet. Doch wahrscheinlich steckt mehr dahinter. Die Schnittstelle für den Bulk-Upload macht es möglich, auch Massendaten in die Datenbank mit aufzunehmen. Dadurch können Onlineshop-Besitzer auf einen Rutsch ganze Kataloge hochladen. Wenn man sich weitere solcher Schnittstellen – etwa zu Payment-Systemen oder zur Personalisierung – vorstellt (und bei Google wird sicher daran gearbeitet), lassen sich schon bald komplexe Web 2.0-Anwendungen einfach zusammenklicken. Das Engagement von Google in Sachen ajax passt vor diesem Hintergrund sehr gut ins Bild. Schrittweise entsteht eine weitere Plattform zur Entwicklung von datenbankbasierten Webapplikationen, die schon bald eine Alternative zu Technologien wie J2EE oder .Net sein könnte.


Posted on Sonntag, November 27th, 2005 at 22:12 and is filed under Software News. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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