Flash statt SVG: Da freut sich selbst der Papst

Mit dem Format "Scalable Vector Graphics" (SVG) lassen sich zweidimensionale Webgrafiken und Bilder ohne Qualitätsverlust vergrössern. Bisher hat das US-Softwarehaus Adobe diesen Standard massiv gepusht und einen eigenen SVG-Viewer angeboten, der z.B. dem Internet Explorer die SVG-anzeige ermöglicht. Hintergrund dieses Engagements war es, zum verbreiteten Flash-Format von Macromedia ein Gegengewicht aufzubauen.
Mit der Übernahme von Macromedia durch Adobe ist dieses Thema nun hinfällig geworden und deshalb wird der SVG-Viewer ab nächstem Jahr nicht mehr länger angeboten und unterstützt (z.B. mit Sicherheits-Updates). Offizielle Begründung: Es gibt genügend andere Anbieter von SVG-Betrachtern. Außerdem unterstützen viele Webbrowser das Grafikformat mittlerweie von zu Hause aus. Das Internet-Pro-Weblog hält das "für eine lahme Ausrede".
Und in der Tat stimmt dieses Aussage nur zum Teil. Firefox und Opera tun das zwar, aber gerade der immer noch sehr weit verbreitete Internet Explorer 6 benötigt eine Erweiterung wie den SVG-Viewer. Allerdings unterstützt Adobes SVG-Viewer auch nicht mehr Windows Vista und wird nur teilweise unter dieser Version des Betriebssystems funktionieren.
Den notwendigen Entwicklungsaufwand will man sich nun wohl sparen, zumal Adobe mit dem Flash Player nun eine überlegene Technologie anbieten kann.
Denn so ein schönes Flash-Game wie "Der Superpapst" zum Deutschland-Besuch von Benedikt kann man mit dem SVG-Player nicht spielen.
Warum soll ein Flash-Game wie “Der Superpapst” mit SVG nicht möglich sein?!
SVG hat auch viele Vorteile gegenüber Flash!
Schon klar, dass man Flash-Games nicht mit dem SVG Viewer abspielen kann. Aber auch SVG muss keine trockene Ansammlung von Vektoren sein, siehe:
http://www.scale-a-vector.de/svg/eggs.htm
Na ich hoffnungsloser Idealist hatte ja auch SVG-Unterstützung in Flash gehofft…
Aber damit haben Sie den Tod von Flash besiegelt denn SVG wird sich in Zeiten von Webstantandards und Web X.0 durchsetzen und Flash das Schicksal des Popups ereilen.