DLD 06 hat begonnen: Kommt auch in Deutschland der Durchbruch des Citizen-Journalismus?

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Der "Digital Lifestyle Day" am 23. und 24. Januar in München hat begonnen. Mehr als 60 Redner aus Wirtschaft, Marketing und Kultur sowie aus den Bereichen Bildende Kunst und Medien sollen auf dem von Hubert Burda Media veranstalteteten Großereignis mit über 500 Teilnehmern über "Trends und Perspektiven des digitalen Wandels" diskutieren. Zu den Schwerpunkten gehören dabei die Themen Mobilkommunikation, Musik, Spiele und Home Entertainment sowie neueste Entwicklungen im Online-Journalismus.

Zahlreiche Blogger und Podcaster sind in München anwesend. Außerdem kann man die "Digital Lifestyle Days" (DLD) auch im Konferenz-Weblog, als Moblog und als Podcast verfolgen.

Den Auftakt der Veranstaltung bildeten Referate des französischen Bloggers Luïc le Meur und des amerikanischen Journalisten Dan Gillmor. Der vertrat die Meinung, dass sich der "Citizen Journalism" künftig etablieren wird und immer mehr Menschen "Informationen sammeln, sagen was wichtig ist und ihre Meinung öffentlich machen".

Laut Loïc le Meur gibt es in Frankreich heute wesentlich mehr aktive Blogger als in Deutschland. Nach seinen Schätzungen bloggen mindestens vier Millionen Franzosen und inzwischen lesen fast genauso viele Bürger unseres Nachbarlandes Weblogs wie traditionelle Zeitungen.

Auf den DLD 2006 hat T-Online heute auch die nagelneue Studie "Deutschland Online 3 – Die Zukunft des Breitband-Internets" vorgestellt. Der Anteil der Informationstechnik und Telekommunikation am deutschen Bruttoinlandsprodukt wird sich danach in den kommenden zehn Jahren auf etwa 12 % verdoppeln. Das Web wird sich laut Studie "dauerhaft als elektronisches Leitmedium neben TV und Radio etablieren".

Aber auch der Anteil der Internettelefonie (Voice over IP) soll sich von weniger als einem Prozent im Jahr 2004 auf mehr als ein Drittel (34,6 Prozent) im Jahr 2015 erhöhen. Der Abruf einzelner Filme oder Programme auf Knopfdruck (Video on demand) legt in Zukunft ebenfalls stark zu. Für die Studie wurden 114 Experten aus der deutschen Wirtschaft und von öffentlichen Institutionen, sowie 6191 Konsumenten befragt.


Posted on Montag, Januar 23rd, 2006 at 13:30 and is filed under Freistil. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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