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Telekommunikation
von wolfgang am 24.07.07

Und da kommt der arme CIO ins Spiel, der ja auch für die IT-Sicherheit den Kopf hinhalten muss. Und die dürfte bei Apples Luxusspielzeug nicht so ganz einfach zu gewährleisten sein. Gott sei Dank hat die Computerwoche heute schon einen Artikel von Seth Weintraub aus ihrem Schwesterblatt Computerworld (zumindest teilweise) übersetzt. Darin setzt sich der international tätige IT-Consultant unter der Überschrift "Hilfe, mein CEO hat ein iPhone" sehr ausführlich mit dem Thema auseinander.
Sein Fazit: "Sie brauchen sich wirklich nicht vor dem iPhone zu fürchten. Sicher, das wird eine ziemlich teure Angelegenheit! Apple dürfte Ihrem Unternehmen wohl kaum Discounts, spezielle Servicevereinbarungen oder andere Privilegien anbieten, die Privatanwender nicht bekommen. Das hat der Anbieter auch nicht nötig. Das iPhone ist in jedem Fall ein verführerisches kleines Ding, unglaublich einfach zu aktivieren, zu installieren und zu benutzten. Einige von Ihren Kollegen und Anwendern dürften das bald aus Erfahrung bestätigen. Und das bedeutet, dass Sie es über kurz oder lang auch tun werden."
Ansonsten hat er ein paar ganz konkrete Tipps für die IT-Chefs auf Lager:
1. Das iPhone verfügt über eine Lock-Funktion. Wenn die Nutzer auf Unternehmensinformationen zugreifen wollen, dann sorgen Sie dafür, dass diese Funktion genutzt wird. So kann wenigstens nicht jeder die möglicherweise unternehmenskritischen E-Mails lesen, falls das iPhone doch einmal verloren geht oder gestohlen wird.
2. Darüber hinaus sollten Sie die "Sleep Time" auf einen möglichst kurzen Wert, beispielsweise eine Minute, einstellen. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern spart auch Batterie.
3. Eine Schutzhülle gibt es schon für 20 Dollar - eine Investition, die sich lohnt. Erinnern Sie die Mitarbeiter, die ihr iPhone nicht selbst bezahlt haben, daran, dass sie ein ziemlich zerbrechliches, rund 600 Dollar teures Gerät mit sich herumtragen. Diese Kostbarkeit trennt nur ein winzigen Ausrutscher oder ein Tropfen Wasser von der Wertlosigkeit - oder aus Sicht des CIO: von all dem Papierkram und Konfigurierungsaufwand für eine Ersatzbeschaffung.
4. Nehmen Sie sich die paar Minuten Zeit für das Set-up und die Erläuterung der "Visual Voice Mail". Damit ersparen Sie sich viele Anfrufe der stolzen iPhone-Besitzer. ... Dieses Feature ist - aus Business-Sicht - wohl einer der wichtigsten Vorteil des iPhone vor dem Blackberry. Also sehen Sie zu, dass Gebrauch davon gemacht wird.
5. Haben Sie einen Exchange-Server oder eine andere via Web erreichbare Mail-Kalender-Adressbuch-Anwendung im Einsatz? Dann vereinfachen Sie den Zugriff für die iPhone-Nutzer. Der einfachste und sicherste Weg dazu ist der, den Webmail-Server als bookmark im Safari-Browser abzulegen. Damit erhält der Anwender im Prinzip dasselbe Inteface - wenn auch in etwas abgespeckter Form - wie bei jedem Zugriff von einem fremden Computer.
Im englischen Original sind noch mehr solch pragmatischer Hinweise zu finden. So zum Thema E-Mail-Konfiguation, Einsatz im WLAN oder Einbindung ins Corporate Directory. Am Besten ist aber der hier: "Finally, have some fun. Get yourself an iPhone so you'll know how best to support this thing. The iPhone is an amazing piece of technology that is changing the face of wireless communications."
Permalink: Die Angst des CIO vor dem iPhone
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Wong
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