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Das ist der (IT)-Gipfel: Schäuble bloggt an der Uni

abgelegt im Archiv Branchen News am 26.06.07

Das ist der (IT)-Gipfel: Schäuble bloggt an der Uni
Während bei Basic Thinking noch eifrig darüber diskutiert wird, inwieweit Hochschulen Weblogs für die Eigenvermarktung nutzen können, schreitet das Hasso-Plattner-Institut (HPI) an der Universität Potsdam endlich zur Tat. Allerdings bloggen dort nicht die Studenten.

Deutschlands einziges vollständig privat finanziertes Uni-Institut, an dem rund 50 Professoren und Lehrbeauftragte derzeit etwa 360 Studenten im Studiengang "IT Systems Engineering" ausbilden, hat heute um 10.00 Uhr das schon seit Monaten angekündigte "IT-Gipfelblog" gestartet. Das HPI will damit "die Diskussion darüber anheizen, wie der Standort Deutschland im IT-Sektor wieder an die Weltspitze kommen kann". Dieses Ziel war bereits Ende vergangenen Jahres in der "Potsdamer Initiative" formuliert worden, die auf dem ersten nationalen IT-Gipfel verabschiedet worden war. Der wurde von Bundeskanzlerin angela merkel am 18. Dezember 2006 zusammen mit etlichen Industrievertretern am HPI veranstaltet.

Im Blog ist allerdings der angekündigte "eigene Beitrag" der Regierungschefin bisher noch nicht zu sehen. Dafür schreiben dort Innenminister Wolfgang Schäuble, SAP-Vorstand Henning Kagermann, Telekom-Boss Obermann und andere Industrievertreter. "Bloggen" kann man das allerdings wohl nicht nennen.

"Uns geht es darum, die konstruktiven Diskussions-Prozesse, die beim ersten nationalen IT-Gipfel bei uns in Potsdam gestartet wurden, mit einem solchen interaktiven Instrument auf die breite Öffentlichkeit auszuweiten und permanent am Laufen zu halten", verkündete HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel heute zum Start. Dabei sollen auch Punkte aufgegriffen werden, die bisher noch nicht zur Sprache gekommen sind.

Die acht Themen, zu denen beim IT-Gipfel Arbeitsgruppen getagt hatten, bilden allerdings das thematische Gerüst des Blogs. Innerhalb dieser Themenbereiche sollen "konkrete Probleme und Aspekte angesprochen werden, in deren Diskussion alle Besucher des Blogs - nach einer kurzen Registrierung - direkt einsteigen können". Dabei sind jedoch umfangreiche "Spielregeln" zu beachten.



Kleine Kostprobe: "Das IT-Gipfelblog bietet allen Internetnutzern daher Gelegenheit, zusätzliche Informationen, Kommentare und kritische Anmerkungen zu den hier veröffentlichten Beiträgen zu äußern. Der Umgangston in den Diskussionen soll höflich und sachlich sein. Auch scharfe sachbezogene Kritik ist willkommen, nicht jedoch Schmähkritik oder Angriffe auf Personen, Institutionen oder Unternehmen in herabsetzender Form. Ebenso unzulässig sind Kundenbeschwerden gegen einzelne Unternehmen sowie die Nennung von Produktnamen, Websites oder Dienstleistern, die vorrangig dem Zweck der Werbung dienen. Bitte verwenden Sie in Ihren Beiträgen keine anstößige Ausdrucksweise. Fäkalsprache, sexistische Begriffe oder sonst wie Anstoß erregende Formulierungen sind in unserer Diskussionsplattform unerwünscht. Bitte beachten Sie, dass Beiträge den Themen der einzelnen Diskussionsstränge entsprechen müssen. Es ist nicht zulässig, dort Bekanntmachungen oder Kommentare zu anderen Themen zu veröffentlichen. Wir werden Nutzer-Kommentare, die nicht zum Diskussionsthema passen, löschen oder verschieben. Wir behalten uns vor, Beiträge, die die genannten Spielregeln verletzen, zu kürzen oder vollständig zu löschen, sowie User-Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren. Hauptsächlich vertrauen wir aber auf die Selbstkontrolle der Blogger-Gemeinschaft."

Es ist zwar schön, wenn immer mehr etablierte Organisationen Weblogs als Möglichkeit zur Diskussion erkennen. Aber mit langweiligen und tausendmal abgestimmten Statements, nicht eingehaltenen Ankündigungen und Spielregeln, die eine offene Diskussion in sehr enge Bahnen pressen, wird man keinen Blumentopf gewinnen. Auch beim "IT-Gipfelblog" gilt wieder der sehr schöne Satz von Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer: "Ich denke, es ist an der Zeit zu unterscheiden zwischen den Nutzern von Weblog-Software und Bloggern. Erstere schreiben Texte ins Internet. Zweitere kommunizieren über Weblogs."

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Tags: ITGipfel  ITGipfelblog  HPI  Uni+Potsdam  Schäuble  Merkel 

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