Cyworld Europa soll im zweiten Halbjahr 2007 starten

Nachdem die Closed-Beta-Phase bei cyworld Europa nun abgeschlossen ist, wird im Hintergrund eifrig an dieser virtuellen Welt gebastelt. In der zweiten Jahreshälfte 2007 soll sie in Deutschland an den Start gehen.
Inspiriert vom Erfolg in Südkorea – dort haben ca. 90 Prozent aller koreanischen Teens und Twens eine Cyworld-Seite – entwickelt ein Joint-Venture von Plattform-Betreiber SK Telecom mit der Deutschen Telekom eine auf Europa zugeschnittene Version des Portals. Im Unterschied zu anderen cyberspace-Projekten soll sich Cyworld Europa nicht über Werbung finanzieren, sondern über den Verkauf von digitalen Ausrüstungsgegenständen für die Spieler. Etwa von Möbeln oder Klamotten.
In Südkorea setzt SK Telecom mit der virtuellen Ware laut einer Studie der Beratung Capgemini täglich 240.000 Euro um. Konvergente Cyworld-Dienste, die auf dem Mobiltelefon abrufbar sind, sorgen für zusätzliche Einnahmen. Der Jahresumsatz je Kunde liegt bei 5,20 Euro. Myspace kommt dagegen nur auf 1,70 Euro. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass dieses Geschäftsmodell in Deutschland aufgeht.
Bei Cyworld Europa ist man jedoch optimistisch. Die FTD zitiert heute Co-Geschäftsführer Lars Schwenk mit den Worten: "Die Deutschen geben ja bereits Geld für virtuelle Sachen aus." Beispielsweise im Onlinerollenspiel "World of Warcraft" (WoW). Schwenk: "Es gibt erstaunlich viele WoW-Spieler, die waren seit Monaten nicht mehr online. Aber sie zahlen weiter die Abogebühr – damit ihre digitale Spielfigur nicht gelöscht wird."