Computermagazin c’t 1/06: Thema Web 2.0

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Auch das Computermagazin c't hat jetzt das Thema "Web 2.0" entdeckt (sogar auf dem Titel). "Mit Web 2.0 erobert eine neue Qualität von Angeboten das Internet. Webseiten funktionieren wie herkömmliche PC-Software, alte Dienste werden zu Neuem verknüpft und jeder trägt dazu bei, Inhalte, die er abruft, zu verbessern", schreibt das das Blatt in seiner aktuellen Ausgabe 1/06.

Web 2.0 – so die c't – steht für neue Technik, die durch Kombination von Vorhandenem entsteht: "So braucht niemand neue Browser, jeder kann direkt in die bessere Netzwelt starten." Web 2.0 stehe aber auch für eine neue Art zu kommunizieren: Nicht länger teilt sich der Einzelne der Masse mit, sondern alle können gleichberechtigt an einer Veröffentlichung arbeiten. "Dieses Peer-to-Peer-Publishing funktioniert nur, weil die einströmenden Beiträge automatisch nach dem Interesse sortiert werden, das sie erregen: Wichtiges steigt nach oben, Irrelevantes versinkt in den Tiefen des Web", erklärt das Computermagazin das Web 2.0-Prinzip.

Ein weiterer Aspekt: Immer mehr Server stellen Daten und Dienste über Schnittstellen so zur Verfügung, dass andere Websites sie nutzen können. "Dadurch entstehen völlig neue Anwendungen, so genannte Mashups, die beispielsweise die Satellitenbilder von Google Earth mit Staumeldungen oder Immobilienangeboten zu einem geografischen Informationssystem verknüpfen", schreiben die c't-Autoren.

Web 2.0 basiert laut c't auf der "Technik ajax, die Elemente von JavaScript, XML, CSS und DOM vereint". Das Ziel der Ajax-Anwendungen bestehe darin, vom Seiten-Paradigma des alten Web loszukommen. "Wenn der Anwender auf einer normalen Webseite eine Aktion durchführt, wird die gesamte Seite im Browser neu geladen. Das erzeugt jenes Gefühl des Blätterns, von dem sich der Name Browser ableitet. Web-2.0-Anwendungen verhalten sich hingegen fast wie ein herkömmliches PC-Programm, da nur die veränderten Teile einer Seite neu geladen werden", erklärt das Magazin den Unterschied.

Das stimmt allerdings nur teilweise. Denn die Reduzierung des Web 2.0 auf AJAX – wie schon wiederholt angemerkt – stellt eine etwas sehr enge Sichtweise dar. So kann man auch mit Flash oder Flex "vom Seiten-Paradigma des alten Web loskommen". Bei Adobe (formerly Macromedia) heißt das "Rich Internet Applications" und kommt schon tausendfach im Web zum Einsatz.


Posted on Donnerstag, Dezember 22nd, 2005 at 21:26 and is filed under Web 2.0. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

One Response to “Computermagazin c’t 1/06: Thema Web 2.0”

  1. Interessanter Artikel bei ZDNet.de über das allseits beliebte Thema Web 2.0 und bzw. in diesem Fall oder die Rückkehr der Dotcoms.

    Kurz und knapp gesagt sind beim IT-Crash Ende der 1990iger die meisten Firmen daran zugrundegegangen, dass sie keinen …

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