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Web 2.0
von wolfgang am 26.09.06

Zukunftstrends aus seiner Sicht:
- Der neue Lebensstil ist digital
- Computer halten Einzug in den gesamten Haushalt
- Das Web verlässt den Browser
- User Experience wird entscheidend
Technische Basis dafür:
- XML-basierte Web-Services
- AJAX (eigentlich ein alter Hut) für reichhaltige Benutzerschnittstellen - Problem: geringe Entwicklerproduktivität
- AJAX-Frameworks ("atlas")
- Windows Presentation Foundation (WPF) mit hoher Grafikleistung und hoher Produktivität
- XAML ("Easily toolable, declarative markup language for building next-generation UI" - ein Konkurrent zu den Adobe-Tools)
- RSS (wird in Vista Teil des Betriebssystems)
- Gadgets (lokale Mini-Applikationen) in Vista "verringern den Abstand zwischen Desktop und Web"
Ein konkretes Beispiel für das Ergebnis ist etwa ein beeindruckender Car-Konfigurator mit Realtime-3-D-Darstellung (angeblich von 2 Programmierern in fünf Tagen entwickelt).
Weitere Themen in der Präsentation sind die "Live-Plattform" von Microsoft ("Software und Services") und Security-Fragen. Der Satz "Für Sie als Applikationsentwickler ....", der mitten im Vortrag fällt, zeigt das Missverständnis des Referenten: Der Workshop geht nach meiner Meinung zu sehr in die Bits und Bytes, denn Anwendungsentwickler sind wohl kaum im Publikum. "Höllenritt", so der Referent abschließend zu seinem Vortrag, beschreibt es recht gut.
Jörg Rensmann, Geschäftsführer von infomantis, berichtet über den Einsatz von RSS in Unternehmen. Erstaunlich, was man alles damit machen kann.
Sten Franke (mediatime Group) beschäftigt sich mit der Frage, wie sich das Web 2.0 monitoren lässt. Möglich ist das zum Beispiel mit dem Tool gridpatrol, das eine semantische Analyse vornimmt. Beobachtet werden u.a. Weblogs, Foren, Peisbeurteilungsseiten, Podcasts, eBay-Angebote oder Videoportale.
Gründe für Webmonitoring:
- Marktforschung
- Empfehlungsmarketin
- Beschwerdemanagement + Themenplatzierung
Interessant: Firmen lassen mit Hilfe dieser Technologie über 500 radikale islamische Formen und Webseiten überwachen, ob ihre Namen dort auftauchen. Die Ergebnisse liegen dabei innerhalb weniger Stunden vor.
Ein paar statistische Zahlen: Weblogs erreichen pro Beitrag im Durchschnitt 340 Personen, in den Foren sind es knapp 700. Für Unternehmen also durchaus eine Größenordnung, die sich zu beobachten lohnt. Entscheidend ist aber, was aus diesem Wissen letztendlich gemacht wird? Und da scheint mir derzeit der Mangel zu bestehen.
Permalink: Chance Web 2.0: Technik-Workshop
Trackback: http://publish.creative-weblogging.com/publish/mt-tb.pl/37341
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